Nach Streit mit Ex-Freundin

Polizei erschießt bewaffneten Randalierer

Merching - Schüsse am frühen Morgen: In Merching belästigt ein Mann seine Ex-Freundin, randaliert vor ihrer Tür und schießt auf die alarmierten Polizisten. Die Beamten erschießen den 34-Jährigen daraufhin.

Die Polizei hat in Merching (Landkreis Aichach-Friedberg) einen Mann erschossen, der die Beamten mit einer Waffe bedroht hatte. Der 34-Jährige soll am frühen Donnerstagmorgen seine Exfreundin belästigt haben; der neue Freund alarmierte daher per Notruf die Polizei. Wie die Einsatzzentrale in Augsburg mitteilte, gab der Anrufer zu Protokoll, dass der Mann vor der Tür randaliere.

Die Polizei versuchte, den Mann zu beruhigen und die Situation zu deeskalieren. Dennoch habe er die Beamten aus unmittelbarer Nähe bedroht und schließlich einen Schuss abgegeben. „Die eingesetzten Beamten konnten nur durch Einsatz ihrer Schusswaffe die konkrete Lebensgefahr abwenden“, erklärte die Polizei. Der 34-Jährige starb noch an der Einsatzstelle. Das Landeskriminalamt in München hat Ermittlungen aufgenommen.

Warum der Mann nicht durch Schüsse außer Gefecht gesetzt, sondern tödlich verletzt wurde, blieb zunächst offen. Die Augsburger Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet. Sie geht aber nicht von einer Straftat aus. „Im Rahmen eines Vorermittlungsverfahrens prüfen wir die Umstände, die zur Schussabgabe geführt haben“, sagte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Das bayerische Innenministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Fall.

Vor gut zwei Monaten war auf der Polizeiwache in Starnberg ein 73-jähriger Mann erschossen worden, der die Beamten mit einem Messer bedroht hatte. In Geltendorf im Landkreis Landsberg wurde im Mai ein gesuchter Serienräuber von einer Polizeistreife getötet. Die Polizisten hatten den 49-Jährigen im Auto kontrollieren wollen. Dabei schoss der Mann auf die Beamten, die das Feuer erwiderten. Später wurde festgestellt, dass der Täter ein ganzes Waffenarsenal dabei hatte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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