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Das Justizgebäude in Regensburg wurde evakuiert.

„Die junge Frau hatte Glück“

Juristin löst Großeinsatz aus - Gerichtsgebäude evakuiert

Eine angehende Juristin hat in Regensburg einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Das Gerichtsgebäude und ein angrenzender Park wurden evakuiert. 

Regensburg - Schrecksekunde in Regensburg! Wegen eines herrenlosen Trolleys musste am Dienstag das Justizgebäude evakuiert werden. Und nicht nur das: Die Besucher des angrenzenden Dörnbergparks mussten diesen schnellstmöglich verlassen. Grund für den Großeinsatz der Polizei war der verdächtig wirkende Koffer vor dem Gebäude.

Nach etwa 1,5 Stunden dann Entwarnung: Die Polizei fand die Besitzerin des Trolleys. Es handelte sich um eine Rechtsreferendarin. Sie hat ihr Gepäckstück dort vergessen, es befanden sich lediglich Akten in dem Koffer. 

Koffer sprengen - oder nicht?

„Die junge Frau hatte Glück. Hätte das Gepäckstück gesprengt werden müssen, wäre sie nun um eine Menge wichtiger Unterlagen ärmer“, sagt ein Sprecher der Polizei. Der Koffer sei mit Rechtstexten der Referendarin gefüllt gewesen. Im Falle eines verdächtigen Koffers kämen für gewöhnlich zunächst Spürhunde zum Einsatz.

„Die sind aber nicht immer zuverlässig genug“, so der Polizeisprecher. Im Zweifelsfall würde das Gepäckstück an einen anderen Ort gebracht und unter gesicherten Bedingungen in die Luft gejagt. 

So kam es zu dem Missverständnis 

Die Rechtsreferendarin hat ihr bestandenes Referendariat gefeiert. Deshalb hat sie den Koffer einfach vergessen. 

Wer muss den Einsatz zahlen? Das sagt die Polizei dazu

Polizeieinsätze wegen eines Fehlalarms gibt es hin und wieder. Dabei stellt sich die Frage: Wer zahlt diese Einsätze? Im Falle des vergessenen Trolleys in Regensburg ist das unbeantwortet. „Wenn ein Polizeieinsatz durch Fahrlässigkeit ausgelöst wird, muss genau geprüft werden, wer zahlt“, sagt der Sprecher.

Im vorliegenden Fall sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Rechtsreferendarin zahlen muss, gering. Anders sieht es bei Vorsatz aus. „Mehr als 10.000 Euro werden aber von keinem verlangt.“

laf

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