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Fast sieht er aus wie ein Blindgänger - es ist aber ein Flugzeugtank, den die Wasserschutzpolizei vom Grund des Chiemsees holte.

Verborgen in 40 Metern Tiefe

Polizei holt Weltkriegs-Relikt aus dem Chiemsee

Prien - Seit fast 70 Jahren lag es auf dem Grund des Chiemsees. Nun hat die Wasserschutzpolizei in Prien ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg wieder an die Oberfläche gebracht.

Ende Oktober des vergangenen Jahres haben die Beamten der Wasserschutzpolizei Prien mit ihrem Sonargerät erstmals einen größeren Gegenstand auf dem Grund des Chiemsees geortet. Er befand sich in rund 40 Metern Tiefe und nordwestlich von Übersee.

Zu einem solchen amerikanischen Jagdflugzeug vom Typ P-47 Thunderbolt gehörte der Flugzeugtank.

Als die Aufnahmen der Kamera überprüft wurden, stellte sich heraus, dass es sich um einen Flugzeugtank handelt, der wohl aus dem Zweiten Weltkrieg stammt. Weil die Bergungsaktion nicht ungefährlich war, wurde sie nur mit technischen Hilfsmitteln und ohne Taucher durchgeführt.

Mit einer lenkbaren Unterwasserkamera wurden zunächst zwei Hebegurte am Tank befestigt. Danach konnte der Tank zur Wasseroberfläche und an Deck des Polizeibootes gehoben werden. Bei der aufwändigen Aktion waren zwei lenkbare Unterwasserkameras und ein spezielles Sonargerät im Einsatz.

In 40 Metern Tiefe war das Relikt aus dem Krieg verborgen.

Derartige Tanks waren im Zweiten Weltkrieg an den Tragflächen der Flugzeuge montiert, um deren Reichweite zu erhöhen. Nachdem der Treibstoff zum größten Teil verbraucht war, wurden die Tanks abgeworfen. Bei dem geborgenen Tank handelt es sich um den Zusatztank eines amerikanischen Jagdflugzeuges vom Typ P-47 Thunderbolt.

Der Tank wurde an die Dokumentationsausstellung des Fortbildungsinstitutes der Bayerischen Polizei in Ainring übergeben. Dort unterhält die Polizei ein kleines Museum zur Ortsgeschichte des ehemaligen Regierungsflughafens Bad Reichenhall-Berchtesgaden.

pak

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