Lieferanten machten mit

Polizei kommt betrügerischen Handybestellern auf die Schliche

Ingolstadt - Ermittlungserfolg für die Kripos Ingolstadt und Kempten. Sie kamen betrügerischen Handybestellern auf die Spur, die mit Lieferanten zusammenarbeiteten.

Die Inspektionen der Kriminalpolizei in Ingolstadt und Kempten vermeldeten am Donnerstag einen Fahndungserfolg gegen mehrere Betrüger, die in mehr als 30 Fällen wertvolle Smartphones bestellt und bekommen, aber nie bezahlt haben. Seit dem vergangenen Sommer ermittelten die Beamten, nun wurden die Täter gefasst.

Damals häuften sich in Ingolstadt Strafanzeigen wegen Betrugs. Leidtragender war ein Telefonanbieter. Das Vorgehen der Betrüger war laut Polizei zunächst die Beantragung von Mobilfunkverträgen und der gleichzeitigen Bestellung hochwertiger Smartphones. Nach der angeblich erfolgreichen Lieferung verlor sich jedoch die Spur der Waren. Der Verdacht fiel schnell auf einen 30-jährigen Paketzusteller, weil dieser für die Lieferung aller abhanden gekommenen Geräte verantwortlich war.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass dieser die Waren zunächst an unbekannte Männer gegen eine Belohnung übergeben hatte. Gleichzeitig ermittelte die Kripo Kempten aufgrund von Meldungen von Paketzustellern, deren Lieferungen von den vermeintlichen Empfängern vor dem Haus abgefangen wurden.

Die gemeinsamen Ermittlungen der Polizei-Spezialisten für Vermögensdelikte und Cyberkriminalität unter Federführung der Behörde aus Kempten führten laut Polizei zu mehreren Tatverdächtigen. Diese hatten bei einem Internetanbieter in betrügerischer Absicht Smartphones bestellt und diese weiterverkauft. Die Männer im Alter zwischen 29 und 38 bestellten rund 770 Smartphones, der Schaden geht in den sechsstelligen Bereich. Drei der Täter befinden sich derzeit Untersuchungshaft, bei einem wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt. Auch der Lieferant in Ingolstadt muss sich nun vor der Justiz verantworten.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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