Festnahmen

Polizei: Schlag gegen internationale Autobande

Die Polizei in Oberfranken konnte eine internationale Autobande festnehmen. Der Bande werden über hundert Straftaten und Diebstähle von Autos und Motorrädern vorgeworfen.

Coburg - Der Polizei in Oberfranken ist in Kooperation mit der Polizei in Tschechien ein Schlag gegen eine international agierende Bande von Autodieben gelungen. Insgesamt sieben Bandenmitglieder seien ermittelt, nach Deutschland ausgeliefert und in Haft genommen worden, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die federführende Staatsanwaltschaft Coburg am Freitag mit. 

Mehr als 1,2 Millionen Euro Schaden

Ihnen werden demnach mehr als hundert Straftaten und Diebstähle von Autos und Motorrädern sowie Baumaschinen für über 1,2 Millionen Euro vorgeworfen. Die Fahrzeuge seien zum großen Teil vom 39 Jahre alten Drahtzieher der Bande regelrecht bestellt worden. 

Das Diebesgut sei dann in einem "Zerlegebetrieb" in Tschechien komplett auseinandergenommen worden. Die Identifizierungsmerkmale der Fahrzeuge seien verändert oder ausgetauscht worden. Auch seien Teile mit legal erworbenen Schrottfahrzeugen kombiniert worden. Anschließend seien die Fahrzeuge mit gefälschten Dokumenten in Tschechien wieder zugelassen worden, teilweise seien auch Fahrzeugteile ins Ausland verkauft worden. 

Ermittlungen teilweise verdeckt geführt

Die Ermittlungen in dem Fall dauerten den Angaben zufolge zwei Jahre. Auslöser sei eine auffällige Häufung von Diebstählen von Fahrzeugen bestimmter Marken in Oberfranken gewesen. Sämtliche Fahrzeuge seien ins benachbarte Tschechien gebracht worden. 

Ein erster größerer Fahndungserfolg in der Serie gelang den Ermittlern demnach im Juni vergangenen Jahres. Damals seien in Nürnberg zwei Männer festgenommen worden, die allein zum Zweck von Autodiebstählen nach Deutschland eingereist seien. Bei den daran anschließenden Ermittlungen, die zum Teil verdeckte geführt wurden, sei zusammen mit der Polizei in Tschechien die Struktur der Diebesbande entschlüsselt worden. 

Bei einer entscheidenden Razzia im März im Bereich Pilsen und in Prag seien verschiedene Hallen, Werkstätten, Garagen und Scheunen durchsucht worden. Dabei seien noch 17 Fahrzeuge, 56 Fahrzeugteile, 35 Sitze, rund hundert Schlüssel, über 80 Fahrzeugbriefe sowie mehr als 30 Computer und auch noch hochwertige Werkzeuge, Baumaschinen und sonstige Geräte beschlagnahmt worden. Die Täter stammten aus Tschechien, Rumänien und Moldau.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Einfamilienhaus steht in Flammen - Feuerwehr muss sehr schnell handeln
Ein Feuer breitet sich im Obergeschoss eines Einfamilienhauses in Kager bei Altötting rasend schnell aus. Für die Feuerwehr keine leichte Aufgabe. Doch es gibt auch eine …
Einfamilienhaus steht in Flammen - Feuerwehr muss sehr schnell handeln
Lkw-Fahrer schläft an Passauer Rastplatz ein - als er aufwacht, ist sein Tank leer
Ein Lkw-Fahrer machte in der Nacht auf Samstag sein wohlverdientes Nickerchen im Führerhaus seines Lasters. Als er aufwachte, staunte er nicht schlecht - und rief die …
Lkw-Fahrer schläft an Passauer Rastplatz ein - als er aufwacht, ist sein Tank leer
Unbekannter outet sich: Er übernahm Rechnung in Straubinger Lokal - aus reiner Nächstenliebe
Es war die Geste eines Unbekannten, die weit über Straubing hinaus für Respekt sorgte. Auf Facebook wurde sie von Tausenden geteilt. Jetzt hat sich der Wohltäter geoutet.
Unbekannter outet sich: Er übernahm Rechnung in Straubinger Lokal - aus reiner Nächstenliebe
Mann will mit irrwitziger Aktion sein Handy retten - und bringt sich dabei in Lebensgefahr
Bei einer waghalsigen Rettungsaktion für sein Handy hat sich ein Mann in Coburg in große Gefahr gebracht. Er musste gerettet werden. 
Mann will mit irrwitziger Aktion sein Handy retten - und bringt sich dabei in Lebensgefahr

Kommentare