Polizei startet Massen-Gentest nach ungeklärter Bluttat an Wirtin

Burgau/Memmingen - Drei Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Wirtin in Burgau (Landkreis Günzburg) soll ein Massen-Gentest die Ermittlungen weiterbringen.

Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Johann Kreuzpointner am Mittwoch in Memmingen mitteilte, steht die DNA-Reihenuntersuchung im März an. Ausgewählte männliche Personen zwischen 15 und 40 Jahren, die zur Tatzeit im Bereich von Burgau wohnten, werden zur freiwilligen Abgabe einer Speichelprobe gebeten. “Die Tatsache, dass der Täter so unproblematisch abtauchen konnte, spricht für seine Ortskenntnis“, sagte Kreuzpointner. Mit Hilfe der genetischen Fingerabdrücke erhoffen sich die Ermittler, ihm auf die Spur zu kommen.

Die Wirtin war im Januar 2006 Opfer eines Überfalls geworden. Ein Handwerker hatte die 71-Jährige blutüberströmt in ihrer Gaststätte gefunden. Wenig später starb sie an dem hohen Blutverlust, den sie durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper erlitten hatte. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm ist nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen rund 2000 Hinweisen nachgegangen, doch vom Täter fehle jede Spur. Es soll sich um einen Mann handeln, der zur Tatzeit etwa 30 Jahre alt war. Der Handwerker hatte damals den Angaben zufolge beobachtet, wie ein Mann aus einem Fenster der Gaststätte geflüchtet war.

dpa

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