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Von wegen häusliche Gewalt

"Frau schlägt Mann": Polizei erlebt irre Überraschung

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Gemünden - "Hilfe, Ehefrau läuft Amok!" So oder so ähnlich klang ein Anruf, der bei einem Polizeirevier in Unterfranken einging. Als die Beamten am "Tatort" eintrafen, erlebten sie eine Überraschung.

Die Geschichte, von der die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, ist wirklich zum Kopfschütteln. Alles beginnt mit einem Anruf am Freitagabend auf einem Polizeirevier in Unterfranken. Für die Polizisten klang es so, als hätte eine Frau ihren Mann geschlagen, woraufhin dieser bewusstlos zusammengesackt sei. Typischer Fall von häuslicher Gewalt, dachten sich die Beamten und machten sich umgehend auf den Weg, um zu helfen. Zwei Streifenbesatzungen und der Rettungsdienst waren alarmiert.

Vor Ort staunten die Rettungskräfte dann nicht schlecht. Denn was sie vorfanden, war kein verprügelter Ehemann, sondern eine hackedichte Pokerrunde. Man kann hier nur von hackedicht sprechen: Ein 51-jähriger Mitspieler hatte soviel Schnaps getrunken, dass er es auf 4,5 Promille brachte. Er war im Vollrausch zusammengebrochen. Er kam in die Klinik. Ein weiterer Mitspieler brachte es auf drei Promille, hielt sich aber noch aufrecht.

Die Ehefrau hatte den Mann beim Pokern geschlagen

Dann klärte sich auch das Missverständnis auf: Der Anrufer hatte mit dem "Schlagen" etwas völlig anderes gemeint. Denn der 51-Jährige, der sich quasi ins Koma getrunken hatte, hatte gegen seine Ehefrau verloren. Sie hatte das bessere Blatt und hat ihren Liebsten im Spielen geschlagen. Das konnte er offenbar nur mit ausreichend Schnaps verkraften.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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