Fälle im Landkeis Altötting

Vorsicht bei Schockanrufen auf Russisch

Altötting - Die Polizei warnt vor Schockanrufen auf Russisch. Die Anrufer geben sich als Verwandte aus und bitten mit einer Nachricht von einer Notlage um Geld. In einem Fall ergaunerten die Täter so mehrere Tausend Euro.

Das Opfer der Betrüger war eine 74-jährige, russischstämmige Frau aus dem Landkreis Altötting. Sie hatte am 12. März einen Anruf von ihrem angeblichen Sohn erhalten. Dieser erklärte, er habe einen Unfall gehabt. Ein "Anwalt", der das Gespräch weiterführte, forderte von der 74-Jährigen Bargeld für eine Kaution. Das Telefonat wurde in die Länge gezogen, bis Mittäter vor Ort waren, um das Geld - mehrere Tausend Euro - in Empfang zu nehmen. Die Gauner entkamen unerkannt.  Ein anderer Täter war bereits nach Schockanrufen am 28. Februar im Bereich Trostberg und Traunreut festgenommen worden. 

Die Polizei warnt nun vor den Betrügern, die speziell ältere Menschen ansprechen, welche aus dem russischsprachigen Raum stammen. Bürger sollten misstrauisch sein, wenn sich Anrufer am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, aber nicht eindeutig als solche zu erkennen sind, so die Polizei. Die Anrufer verstellen laut Polizei ihre Stimme, halten sich ein Tuch vor den Mund und geben oft an, sie hätten sich im Mundbereich verletzt.

Wer einen Schockanruf erhalte, solle keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben. An Unbekannte solle kein Geld übergeben werden. Die Polizei bittet Betroffene, sich bei einem verdächtigen Anruf unter der Notrufnummer 110 zu melden.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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