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Ein Polizist überfuhr im Dezember 2015 einen Betrunkenen - jetzt steht das Urteil fest.

Wegen Dunkelheit und Regen 

Polizeiauto überrollt Betrunkenen - Beamter zu Geldstrafe verurteilt

Nürnberg - Wegen fahrlässiger Tötung ist ein junger Polizist zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 23-Jährige hatte einen auf der Straße liegenden Betrunkenen überfahren, hätte den Unfall nach Überzeugung des Gerichts aber verhindern können.

Dafür muss der Beamte eine Geldstrafe von 3300 Euro (60 Tagessätze zu je 55 Euro) zahlen. Das Amtsgericht Nürnberg bestätigte mit seinem Urteil vom Dienstag einen Strafbefehl vom Juni. Das 61 Jahre alte stark betrunkene Opfer war noch an der Unfallstelle gestorben.

Als strafmildernd wertete der Amtsrichter die schwierigen Sichtverhältnisse bei dem Unfall im Dezember 2015. Bei der Fahrt des Polizisten von Zirndorf nach Nürnberg sei es frühmorgens stockdunkel gewesen, Regen habe die Sicht zusätzlich erschwert. Zudem sei der Polizist mit Tempo 50 nicht ungewöhnlich schnell unterwegs gewesen. Nach Einschätzung eines Gutachters hätte der Beamte den auf der Straße liegenden Mann dennoch sehen müssen und ausweichen können.

Der Richter sprach dennoch von einer "nur ganz leichten Fahrlässigkeit. Aber Fakt ist, dass ein Mensch dabei ums Leben gekommen ist". Mit der Geldstrafe habe er sich daher "stark am untersten Rand des Strafrahmens bewegt". Das Opfer hatte nach Angaben von Zeugen zuvor in einem Wohnhaus randaliert. Danach habe der Mann seinen Rausch mitten auf der Straße ausschlafen wollen.

dpa

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