Nach NPD-Kundgebung

Noch mehr Nazi-Schmierereien in Würzburg

Würzburg - Die Polizei in Würzburg findet an immer mehr Gebäuden Schmierereien mit rechtsradikalen Symbolen und Schriftzügen. Auch der Kiliansdom ist betroffen.

Es sei nicht auszuschließen, dass ein Zusammenhang mit der Kundgebung der rechtsextremen Partei NPD in der vergangenen Woche besteht, sagte ein Sprecher. Die Schmierereien begannen direkt im Anschluss an die Demonstrationen gegen die NPD am Donnerstag. Zu den betroffenen Gebäuden gehören mehrere Kirchen, Justizgebäude und die Agentur für Arbeit. Es spreche vieles dafür, dass die Schmierereien auf das Konto der gleichen Täter beziehungsweise des gleichen Täters gehen.

Am Kiliansdom war auf die Fassade rechts und links neben dem Haupteingang mit schwarzer Farbe das Wort NPD gesprüht worden. Der Polizei zufolge hatten Unbekannte zudem das Wort NSU an eine Steinskulptur am Kiliansplatz sowie ähnliche Schriftzüge und Zeichen an eine Pfarrkirche im Würzburger Stadtteil Zellerau gesprüht. “Das sind Dinge, die man als ordentlicher, vernünftiger Mensch nicht macht“, sagte der Weihbischof Ulrich Boom dazu. Schmierereien hinterlassen könne jeder, reden aber offensichtlich nicht. Das Bistum habe Anzeige erstattet. Einige der Schmierereien wurden bereits am Montag wieder entfernt.

dpa

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