Polizeisprecher-Bericht: Lust auf Schinkennudeln 

Selb - Täglich die Taten von Kleinkriminellen zu melden kann offenbar auch literarische Talente zutage fördern, wie bei einem Polizeisprecher in Selb deutlich zu erkennen ist.

Ein Polizeisprecher aus dem oberfränkischen Selb dichtete am Dienstag den Bericht über eine gewöhnliche Diebin in einem Supermarkt zu einem Kurzkrimi um - mit der Überschrift “Lust auf Schinkennudeln“.

Nach der Erzählung des Polizeisprechers verspürte am Montag eine 52-Jährige “unbändigen Appetit auf Schinkennudeln“. Dies hatte Folgen: “Da beim Anblick der heimischen Speisekammer selbst die Hausmäuse Tränen in den Augen bekommen hätten, beschloss die Frau, die Vorratskammer aufzufüllen“, textete der Polizeisprecher. Weil die Frau pleite war, habe sie sich kurzerhand “für den sogenannten bargeldlosen Einkauf, landläufig auch als gemeiner Diebstahl bekannt,“ entschlossen. Doch die ausgehungerte Frau habe nicht mit der aufmerksamen Verkäuferin des Marktes gerechnet und sei erwischt worden. Fazit des Polizeisprechers: “Und die Moral von der Geschicht: Gestohlene Schinkennudeln schmecken nicht...“

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