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Über Facebook nahm der Polizist Kontakt auf.

Polizist baggert über Facebook Raserin an

Oberstaufen - Ein Polizist hat sich bei einer Frau per Facebook für einen Strafzettel entschuldigt. Der Dame gefiel das aber gar nicht - sie reichte Beschwerde ein.

Soziale Netzwerke sind kein rechtsfreier Raum, und schon gar nicht für Polizisten, die dort mit bis dato unbekannten Vertretern des anderen Geschlechts eine neue „Freundschaft“ feiern wollen. Jedenfalls hat es auf einer innerörtlichen Straße im Landkreis Oberallgäu bei einem freundlichen Beamten eingeschlagen wie der Blitz: Der war zunächst ziemlich rot und kam aus einer Radarfalle. Doch was da geblitzt wurde, sagte dem Beamten offenbar zu: Eine Frau, zwar innerorts satte 30 Kilometer zu schnell, aber dennoch eine Freundschaft wert …

Als die 34-Jährige aus Oberstaufen des Abends ihr Facebook-Profil anklickte, blinkte ihr eine Freundschaftsanfrage entgegen. Millionenfach kommt das täglich vor und es heißt: Hurra, jemand will sich mit mir vernetzen! Absender der Anfrage war hier aber offenbar ein Polizist. Und mit der Anfrage schickte der Gesetzeshüter auch gleich einen einfühlsamen Text: „Sorry für den Strafzettel in Oberstaufen.“

Der Facebook-Knigge

Der große Facebook-Knigge

Sorry, Mann, das geht gar nicht!

Die geblitzte Frau hatte schließlich dem Polizisten ihre Personalien angegeben, weil eine Ordnungswidrigkeit zu ahnden war. Dass sich der Polizist daraufhin im sozialen Netzwerk anmeldete, nach ihrem Namen suchte und sich dann entschuldigte, findet die Frau weniger lustig. „Da hat sich in meinem Fall der Beamte von etwas treiben lassen, was nichts mit dem Verstand zu tun hat“, sagte sie der Allgäuer Zeitung.

Das alles könnte nun unerwünschte Folgen haben. Die Frau meldete die Kontaktaufnahme der zuständigen Polizeidirektion, die das Verhalten des Beamten als „Tabubruch“ einstuft. Die Daten der kontrollierten Personen dienten für Ermittlungen, keinesfalls für privaten Spaß. Den Polizisten erwartet nun vielleicht sogar ein Disziplinarverfahren.

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