1. Startseite
  2. Bayern

Polizist verbreitete im Dienst „Reichsbürger“-Thesen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Rosenheim - Ein Polizeibeamter aus Oberbayern soll im Dienst Gedankengut der „Reichsbürger“-Bewegung verbreitet haben.

Der Mann sei am Donnerstag mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Freitag mit. Gegen den Beamten war ein Disziplinverfahren eingeleitet worden, weil der Mann einen „Staatsangehörigkeitsausweis“ beantragt hatte. Im Laufe der Ermittlungen sei dann bekannt geworden, dass der Polizist während der Arbeit Gedankengut der „Reichsbürger“ verbreitet habe.

Mitte Oktober hatte ein 49-Jähriger, der sich selbst als „Reichsbürger“ bezeichnet, in Georgensgmünd bei Nürnberg auf Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos geschossen. Dabei war ein 32 Jahre alter Beamter tödlich verletzt worden.

Vor rund zwei Wochen hatte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mitgeteilt, dass es im Freistaat mehr als 1700 „Reichsbürger“ gibt. Anhänger dieser Bewegung erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie behaupten, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Die Bewegung wird inzwischen bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet.

dpa

Auch interessant

Kommentare