Polizisten fordern mehr Personal für Fußballspiele

München - Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert mehr Personal für Einsätze bei Fußballspielen in Bayern.

Viele Beamte müssten wegen der angespannten Personalsituation fast jedes Wochenende an den Stadien ihren Dienst leisten, kritisierte der stellvertretende DPolG-Landesvorsitzende Rainer Nachtigall am Donnerstag in München. Die Belastung sei dementsprechend hoch. Denn gleichzeitig müsse die Polizei bei anderen Großveranstaltungen für Sicherheit sorgen. Nachtigall kritisierte laut Mitteilung seiner Gewerkschaft, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei der Ansetzung der Spiele darauf bislang keine Rücksicht genommen habe.

Nach Angaben des Innenministeriums betreute Bayerns Polizei in der vergangenen Saison 275 Spiele. Dabei setzte sie rund 30 000 Beamte ein, die mehr als 200 000 Einsatzstunden leisteten. “In Bayern haben wir große Anstrengungen unternommen, damit jeder Fußballinteressierte ohne Angst vor Krawall - auch mit seinen Kindern - ins Stadion gehen und ein Fußballspiel in friedlicher Atmosphäre genießen kann“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die Zahl der Festnahmen etwa sank in der Saison 2010/11 im Vergleich zur Vorsaison 2009/10 von 792 auf 485. Allerdings kam es bei 150 Partien zu Zwischenfällen, hauptsächlich durch das Zünden von Knallkörpern oder ähnlichem.

dpa

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