Wegen Parkinson-Erkrankung

Polizistenmord: Angeklagter verhandlungsunfähig

Augsburg - Zwei Brüder stehen vor Gericht, weil sie einen Polizisten erschossen haben sollen. Doch einer der Angeklagten ist schwer krank. Jetzt wird das Verfahren gegen ihn abgetrennt.

Im Prozess um den Mord an dem Augsburger Polizisten Mathias Vieth wird das Verfahren gegen einen der beiden angeklagten Brüder abgetrennt. Der 60-Jährige sei vorübergehend verhandlungsunfähig und könne seine Interessen vor Gericht nicht wahrnehmen, begründeten das Landgericht Augsburg seine Entscheidung am Mittwoch. Der Mann bleibt aber in Haft.

Ob das Verfahren gegen ihn eingestellt oder fortgeführt wird, soll in der kommenden Woche entschieden werden. Einen Antrag der Verteidigung, das Verfahren umgehend einzustellen, lehnte das Gericht ab. Der 60-Jährige leidet unter Parkinson, der Prozess war seit 26. September ausgesetzt. Zusammen mit seinem 58 Jahre alten Bruder soll er im Oktober 2011 nach einer Verfolgungsjagd in einem Augsburger Wald den 41-jährigen Polizisten erschossen haben.

dpa

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