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In seiner Freizeit kümmerte sich der Polizeibeamte Mathias V. (41, Kreis) um die Jugendlichen des Fischereivereins Königsburnn – das war für ihn der ideale Ausgleich zum stressigen Job

Polizistenmord: Fischerverein trauert um Jugendwart

Augsburg - Der Fischereiverein Königsbrunn trauert um Mathias V. (41). Der Polizeihauptmeister ist bei der Verfolungsjagd in Augsburg erschossen worden.

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Als die Nachricht vom Mord an einem Polizisten am Freitagmorgen im Radio läuft, hat Vorsitzender Hermann Kring vom Fischereiverein Königsbrunn ein „ungutes Gefühl“. Er sagt: „Wir haben ja einige Polizisten die bei uns Mitglieder sind. Aber du hoffst natürlich, dass keinem …“ Es fällt Hermann Kring an diesem Tag nicht leicht, Worte zu finden, denn seine Hoffnungen haben sich nicht erfüllt: Der Verein trauert um Mathias V., der 41-jährige Polizeihauptmeister war zweiter Jugendwart. Und was für einer: „Mit seiner Lebensfreude hat er alle angesteckt.“ Ob’s um Zeltlager mit den Sieben- bis 17-Jährigen, ein Gefühl für die Natur kriegen, ums Ramadama am Fluss oder um das Fischen lernen ging: Für die 60 Jugendlichen des Vereins war Mathias V. ein Vorbild und ein toller Motivator.

Mathias V. ist tot

„Wissen Sie“, sagt Hermann Kring, „er hatte immer ein Lächeln auf den Lippen, war immer gut gelaunt. Befehle oder einen Kommandoton, wie es vielleicht der eine oder andere von einem Polizisten erwarten könnte, waren ihm völlig fremd.“ Der drahtige, sehr sportliche, 1,85 Meter große, blonde Polizist fand beim Fischen wohl den optimalen Ausgleich zu seinem stressigen Job. Im Verein mochten ihn alle, weil man sich mit ihm auch gut über Gott und die Welt unterhalten konnte. Kring: „Über seine Arbeit hat er nur selten gesprochen, höchstens mal, dass der Schichtdienst halt anstrengend ist. Er war ja zunächst in Haunstetten und wurde dann, als der Dienstposten aufgelöst wurde, nach Augsburg-Süd versetzt.“

Dass Mathias V. trotz seines anspruchsvollen Jobs vor drei Jahren den Posten als Jugendwart übernommen hat, rechneten ihm im Verein alle hoch an. Umso mehr sind jetzt alle in Königsbrunn geschockt. Dort wohnte er mit seiner Frau und den beiden Söhnen (17 und 13), die mit ihm im Fischereiverein waren, in einem renovierten Bauernhof.

„Was ist das für eine Welt, in der jemand ohne mit der Wimper zu zucken einen Polizisten erschießt“, schüttelt einer der Fischer den Kopf. „Unser ganzes Mitgefühl“, so Hermann Kring, „gilt jetzt seiner Frau und den beiden Buben.“

tz

Polizistenmord in Augsburg

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