Polizistenmord: Das sind die Verdächtigen

Augsburg - Die beiden Verdächtigen im Augsburger Polizistenmordfall schweigen. Die Polizei geht ist jetzt an die Öffentlichkeit gegangen und hat Bilder der beiden Männer freigegeben.

Vor gut zwei Wochen wurden die Killer von Augsburg geschnappt. Aber Rudolf Rebarczy (56) und sein Bruder Raimund Mayr (58) schweigen beharrlich. Obwohl es DNA-Spuren von ihnen am Tatort gibt, haben die zwei Brüder noch immer nicht gestanden, Ende Oktober den Polizisten Mathias Vieth im Augsburger Siebentischwald erschossen zu haben. Nun zählt die Soko Spickel auf die Hilfe der Bevölkerung: Am Mittwoch veröffentlichte sie Bilder der zwei mutmaßlichen Täter. Die Frage: Wer hat die zwei Männer bei einer verdächtigen Handlung beobachtet oder sie vielleicht gar vom Tatort fliehen sehen?

Am Mittwochabend wurde der Fall in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY…ungelöst vorgestellt. Ein wichtiger Anhaltspunkt für die ermittelnden Beamten sind unter anderem die zwei Autos, mit denen die Schwerverbrecher ständig unterwegs waren. „Hier kann uns jeder Hinweis weiterbringen“, so ein Polizeisprecher. Mit den Fahrzeugen waren die Männer auch in Ingolstadt unterwegs – kurz bevor sie dort das Motorrad klauten, mit dem sie im Siebentischwald vor Vieth und seiner Kollegin flohen. Und: Rudolf Rebarczy und sein Bruder Raimund Mayr hatten ’zig geheime Waffendepots rund um Friedberg angelegt. Vielleicht hat sie ja ein Spaziergänger oder Autofahrer dabei beobachtet, wie sie in uneinsehbarem Gelände etwas versteckten?

„Auch Garagen oder Lagerräume könnten hier interessant sein“, so die Polizei. Haben die Killer vielleicht gar einen solchen Raum angemietet? Zur Erinnerung: Es wurden unter anderem in einer Scheune Gewehre und Maschinenpistolen entdeckt, die die Männer dort unter Holzbalken gelagert hatten.

Die Polizei warnt aber alle Bürger, bei einem Verdacht selbst nachzusehen. „Es könnten dort auch gefährliche Sprengkörper gelagert sein.“

Hinweise zu den zwei Tatverdächtigen nimmt die „Soko Spickel“ unter den Telefonnummern 0821 / 323 - 30 30 oder unter    0821 / 349 93 35 (anonymes Hinweistelefon) entgegen.

Polizistenmord: Bilder vom Einsatz in Friedberg und aus Augsburg

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