Polizistenmord: Täter schossen mit zwei Waffen

Augsburg - Die Polizei Augsburg hat bestätigt, dass die beiden Täter drei Waffen dabei hatten und aus mindestens zweien Schüsse abfeuerten. Ein Drogengeschäft halten die Ermittler aber für unwahrscheinlich, eine weitere heiße Spur erwies sich als falsche Fährte.

Rund 20 Projektile fanden die Ermittler in den Bäumen rund um den Tatort als auch in dem Körper des ermordeten Polizisten Mathias Vieth. Diese geben Aufschluss über die Anzahl und Art der Waffen, die die Täter verwendeten. Da diese Information aber reines Täterwissen ist, geben die Beamten derzeit keine Auskünfte darüber.  Klar ist aber, dass die beiden Täter drei Waffen dabei und aus mindestens zwei davon Schüsse abgefeuert hatten.

Unterdessen wird die Theorie, wonach die beiden Täter von den Streifenbeamten bei einem Drogengeschäft gestört wurden, immer unwahrscheinlicher. Der Hinweis eines Anrufers, der den Vornamen eines Täters zu wissen glaubte und von einem Drogengeschäft erzählte, gilt den Ermittlern als wenig aufschlussreich. Der Augsburger Polizeipräsident Gerhard Schlögl erklärte unterdessen in einem Interview, dass die beiden Täter wohl einen noch größeren Coup geplant hätten.

In der Zwischenzeit führten zwei Männer die Ermittler auf eine falsche Fährte. Sie gaben durch öffentlich geäußerte Andeutungen vor, die Täter zu sein. Ein Zeuge rief die Polizei. Die Männer im Alter von 30 und 35 Jahren wurden am Donnerstag vorübergehend festgenommen, die Fahnder durchsuchten ihre Wohnungen. Es stellte sich heraus, dass alles eine Lüge war. Die Männer wollten sich laut Polizei “wichtig machen“.

mm/dapd

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