Pornofilme gestohlen: Prozess gegen angeklagten Pater verschoben

Würzburg - Wegen Verfahrensfragen ist ein Prozess gegen einen Pater aus Rheinland-Pfalz, der Pornofilme aus einem Erotikshop in Würzburg gestohlen haben soll, verschoben worden.

Eigentlich sollte der geständige 50-Jährige am Dienstag vor dem Amtsgericht Würzburg erscheinen, wo er wegen Diebstahls mit Waffen angeklagt ist. Der Prozess-Start ist aber nach Aussagen von Amtsgerichtsdirektor Roland Stockmann auf den 4. März verschoben worden, weil der Verteidiger des Angeklagten eine Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg beantragt hat.

Der Jurist möchte das OLG darüber befinden lassen, ob der Pater tatsächlich persönlich zu der Verhandlung kommen muss. Das hatte der zuständige Amtsrichter angeordnet. Dagegen hatte der Verteidiger des 50-Jährigen Beschwerde beim Landgericht eingereicht, die allerdings verworfen wurde. Dem Landgericht zufolge liegt es im Ermessen des Richters, ob ein Angeklagter zur Verhandlung kommen muss oder nicht. Der Verteidiger will sich damit nicht abfinden und hat das OLG um eine Entscheidung in der Sache gebeten. Daher sei der Prozess verschoben worden, sagte Stockmann.

Der Angeklagte, den Medien als “Porno-Pater“ bezeichnen, soll mindestens 42 erotische DVDs im Wert von knapp 2000 Euro gestohlen haben. Das Amtsgericht hatte bereits einen Strafbefehl von sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung gegen den Geistlichen aus der Benediktinerabtei Maria Laach verhängt. Dagegen hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt, weshalb ein Prozesstermin festgesetzt worden war. Beim Diebstahl im Dezember 2007 hatte der Pater ein Taschenmesser in seiner Hosentasche.

dpa

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