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Etwa 20.000 Besucher kommen zum Berchinger Rossmarkt.

Bayerns größtes Wintervolksfest

Prächtige Rösser und ein Versprechen für die Landwirte

Berching - Schnee, eisige Kälte, prächtige Rösser und ein Versprechen des Bundeslandwirtschaftsministers. Beim traditionellen Berchinger Rossmarkt sagt Minister Christian Schmidt (CSU) den bayerischen Landwirten seine Unterstützung beim Freihandelsabkommen TTIP zu.

Bei eisiger Kälte sind am Mittwoch mehr als 120 prachtvoll geschmückte Pferde beim Berchinger Rossmarkt aufgetrieben worden. „Knackige Minustemperaturen und reichlich Schnee sind genau das, was wir uns für das größte Wintervolksfest in Bayern wünschen“, sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich (CSU) zu Beginn der Traditionsveranstaltung. Viele der gut 60 Pferdehalter kommen seit Jahrzehnten ins oberpfälzische Berching, um stolz ihre Rösser zu präsentieren. Bei Temperaturen von minus elf Grad und Sonnenschein strömten heuer etwa 20 000 Besucher in die Altstadt.

Als Zugpferd für die politische Kundgebung reiste Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) an. Er versprach den bayerischen Landwirten seine Unterstützung bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP. „Ich will ein Abkommen, das sicherstellt, dass unsere Produkte qualitativ nicht unter Druck kommen“, betonte der Minister. Trotz aller berechtigter Sorgen sei aber die „Beseitigung der Handelshemmnisse für unsere Produkte eine Riesenchance“.

Schmidt appellierte auch an die Verbraucher, nicht nur die billigsten Produkte zu kaufen. „Die Erzeuger müssen auch davon leben können.“ Zudem dürften der ökologische und konventionelle Anbau nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Die Hauptattraktion waren aber auch in diesem Jahr die Pferde. Markus Weismann aus Breitenbrunn (Landkreis Neumarkt) war schon um 3.30 Uhr auf den Beinen, um seine zwei österreichischen Kaltbluthengste für die Pferdeschau herzurichten. „Wir kommen seit drei Generationen zum Berchinger Rossmarkt. Das ist das Winterhighlight für unsere Pferde“, sagte der 30-Jährige. Im Vorjahr hatte Weismann den 1. Preis für das schönste Gespann bekommen.

Der Rossmarkt geht auf eine jahrhundertealte Vorschrift zurück, die von Pferdebesitzern verlangte, ihre Tiere für Untersuchungen vorzuführen. Heute werden allerdings keine Pferde mehr verkauft.

dpa

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