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Auf dem Supermarkt Parkplatz in Prien erinnern Blumen und Kerzen an den Mord an Farimah S.

Vor den Augen ihrer Kinder niedergestochen

Gemeinde Prien sammelt für Familie der toten Farima S.

Die Gemeinde Prien hat eine Spendenaktion für die Familie der ermordeten Farimah S. gestartet. Die Mutter wurde vor den Augen ihrer Kinder auf einem Priener Supermarkt-Parkplatz niedergestochen.

Prien - Auch zwei Wochen nach dem Mord der Afghanin Farimah S. ist in Prien keine Normalität eingekehrt. Der Ort ist erschüttert über die Tat eines 29-jährigen Afghanen.

Die Gemeinde, in der Farimah S. sehr engagiert war, will die Familie mit einer Spendenaktion unterstützen. Sie hat dafür bei der Sparkasse Rosenheim ein Konto eingerichtet (IBAN: DE64 7115 0000 0000 2506 70, Kennwort „Spende, Farimah Kinder“). Farimah S. hatte vier Kinder, zwei sind bereits erwachsen. Ihre beiden jüngsten Söhne (fünf und elf Jahre) hatten mit ansehen müssen, wie der 29-Jährige auf einem Supermarkt-Parkplatz mit einem Messer auf ihre Mutter losging. Farimah S. starb kurz darauf an ihren schweren Verletzungen.

Tote Farima in Prien: Anklagebehörde geht von Mord aus

Die Anklagebehörde geht von Mord aus. Es sei das Mordmerkmal der Wehr- und Arglosigkeit des Opfers gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Branz am Dienstag in Rosenheim. Der mutmaßliche Täter hat die tödlichen Messerstiche auf die 38-Jährige nach den Angaben von Branz gestanden. Zum weiteren Inhalt der Aussage des Mannes wollte sich der Oberstaatsanwalt aber nicht äußern. Der 29-Jährige wurde in eine Nervenklinik eingewiesen.

Nach den Worten von Branz kannten sich Opfer und mutmaßlicher Täter nur von gelegentlichen Treffen in der 10 000 Einwohner zählenden Gemeinde. Die Ermittler gehen daher nicht von einer Beziehungstat aus. Zu einem möglichen religiösen Motiv für die Ermordung der Frau sagte Branz: „Da muss man noch warten.“ Während die 38-Jährige seit einigen Jahren Christin war, blieb der afghanische Flüchtling Muslim. Seit dem Ablehnungsbescheid als anerkannter Flüchtling Ende 2016 war er mindestens zwei Mal stationär in psychiatrischer Behandlung.

mm/lby

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