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Der Kronprinz schaute sich nur kurz die Erdbeeren an. Dann ließ er sich einen Stuhl bringen und sich von seiner Prinzessin (mit Zopf und Shorts) füttern.

Hier erntet der Thai-Prinz Erdbeeren mitten in Bayern

Abensberg - Wie vertreibt sich Thailands Kronprinz Maha Vajiralongkorn (58) eigentlich die Zeit in Bayern, bis sein gepfändeter Privatjet von der Justiz wieder freigegeben wird?

Prinz Maha Vajiralongkorn (58) sitzt in München fest, weil sein Jet gepfändet wurde. Thailand schuldet einer bayerischen Baufirma 30 Mio.

Nun, ein offizielles Besuchsprogramm gibt es nicht, aber inzwischen sickert immer wieder durch, wie die Freizeit­gestaltung seiner Königlichen Hoheit aussieht, wenn er in Bayern unterwegs ist. Kaum zu glauben, vor drei Wochen tauchte der Prinz samt Entourage in Sandharlanden, einem Stadtteil von Abensberg in Niederbayern auf, um auf einem Selbstpflückerfeld am Blümelhof frische Erdbeeren zu ernten! „Zwei Tage vorher waren ein paar Herren da, die die Lage sondierten“, erinnert sich Bäuerin Marina Blümel (28). „Die meinten, ein VIP wolle bei uns vorbeischauen, jemand von der thailändischen Botschaft.“

Königs-Jet auf Münchner Flughafen gepfändet

Für 15 Uhr hatte sich die Gruppe angekündigt, aber bei 32 Grad im Schatten zog es der Kronprinz vor, sich zunächst die Welterbestadt Regensburg anzuschauen. Um 17 Uhr fuhr er schließlich, offenbar begleitet von seiner dritten Ehefrau, Prinzessin Srirasmi, am Erdbeerfeld vor. „Der Tross war beeindruckend“, berichtet ein Augenzeuge. „Erst parkten zehn schwarze Mercedes-Kleinbusse und zwei Limousinen, dann fuhr der Kronprinz in seinem 350 SLK-Sportflitzer vor.“

Zehn Kleinbusse, zwei Limousinen: Der königliche Tross parkte direkt vor dem Erdbeerfeld. Die Fahrer der Limousinen ließen die Motoren übrigens während der zweistündigen Pflückaktion weiterlaufen

In Gummistiefeln ging’s dann vergnügt ins Erdbeerfeld. „Die scherzten und lachten. Und jedes Mal, wenn die Prinzessin eine besonders schöne Frucht entdeckte, gab es große Aufregung“, so ein Beobachter. „Der Kronprinz hat sich natürlich bedienen lassen. Er saß auf einem Stuhl und ließ sich füttern.“ Zweieinhalb Stunden ging das so, festgehalten von zwei Fotografen, „die vor jedem Foto einen Hofknicks machten“. Gegen 20 Uhr zog die Thailand-Karawane schließlich weiter. Im Gepäck: 60 Kilo Erd- und acht Kilo Himbeeren!

Nächste Station – nur ein paar Hundert Meter weiter – war das schicke Res­taurant von Georg Hammermeier. Ihm war „ein prominenter Gast, der gerne deutsche Wurstspezialitäten und Kuchen probieren will“ für 14 Uhr angekündigt worden. Sicherheitskräfte hatten das ganze Lokal inspiziert, Hof­damen für den Fall der Fälle sogar noch einmal die Toiletten desinfiziert. Doch dann ging alles ganz schnell. Der Tross hielt, bestellte vier Currywürste und zehn Cappuccino, ließ sich alles einpacken, und schon ging’s weiter.

Durfte während der Pflückaktion Gassi gehen: der königliche Schoßhund

Bitter für Georg Hammermeier: Ihm war versichert worden, dass man für alle Unkosten aufkommen werde, aber als es ans Bezahlen ging, meinte der Sekretär des Kronprinzen, dass er leider nur 200 Euro bei sich hätte. Für 160 Euro hatte aber allein schon die königliche Vorhut gegessen und getrunken … Gut, dass seine Hoheit wenigstens keine Probleme mit der Rechnung im Kempinski am Flughafen hat. Die Hotelgruppe gehört mehrheitlich der thailändischen Königsfamilie.

WdP

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