Private Brauereien stimmen auf höhere Bierpreise ein

München - Die Verbraucher in Bayern müssen sich nach Einschätzung der Privaten Brauereien spätestens Anfang kommenden Jahres auf steigende Bierpreise einstellen.

Bei der diesjährigen Getreideernte sei die Menge an Braugerste und vor allem an qualitativ hochwertigem Brauweizen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen, teilte der Verband Private Brauereien Bayern am Dienstag in München mit. “Dies führt an den Rohstoffmärkten zu erheblichen Preiserhöhungen.“

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

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Innerhalb weniger Monate hätten sich die Preise für Braugerste um 60 Prozent und die Brauweizenpreise sogar um 140 Prozent erhöht. Nach Einschätzung von Experten könnte der Preisauftrieb weitergehen, wenn die Restbestände aus der Ernte 2009 verbraucht seien, hieß es. Das aus Gerste und Weizen hergestellte Malz habe sich bereits um 100 bis 150 Euro pro Tonne für die Brauer verteuert.

“Diese Erhöhungen summieren sich selbst in kleinen mittelständischen Privatbrauereien zu Mehrkosten im deutlichen fünfstelligen Euro-Bereich und können aufgrund der geringen Margen, die im Biermarkt erzielbar sind, intern nicht mehr abgepuffert werden.“ Je nach Größe der Restbestände aus der Vorjahresernte rechnet der Verband mit Bierpreiserhöhungen spätestens im ersten Quartal 2011.

dpa

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