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Komplette Klasse durchgefallen

Nach Abi-Debakel: Private FOS schließt offenbar

Schweinfurt - Das Abi-Debakel hat offenbar Konsequenzen: Die private FOS Schweinfurt, an der eine komplette 12. Klasse durch das Abitur gefallen ist, wird Berichten zufolge bald schließen.

Die private FOS in Schweinfurt (EPFOS) wird offenbar zum kommenden Schuljahr ihren Betrieb einstellen. Das sagten Schüler, die sich für die elfte Klasse im September 2013 angemeldet haben, laut einem Bericht der Main-Post.

Demnach habe die Schulleitung den für die 11. Klasse angemeldeten Schülern mitgeteilt, dass für das Schuljahr 2013/14 keine elfte Klasse gebildet werden soll. Ludwig Unger, Sprecher des Kultusministeriums bestätigte der Main-Post, dass das Ministerium den an der privaten Schweinfurter Fachoberschule angemeldeten Schülern dazu geraten habe, sich an einer staatlichen Schule zu bewerben, da die EPFOS ihren Betrieb im Schuljahr 2013/14 einstelle. Die Privatschule hat sich bisher noch nicht öffentlich dazu geäußert.

Doch für die Schüler, die sich für die 11. Klasse im Schuljahr 2013/14 an der privaten FOS angemeldet haben, könnte das Schließen der Schule zu einem ernsten Problem werden: die Anmeldefrist für die staatliche Schule ist bereits im März abgelaufen. Im schlimmsten Fall verlieren die Jugendlichen dann ein Jahr, denn die Sonderregelung des Kultusministeriums auf die staatliche Fachoberschule zu wechseln gilt nur für die Schüler, die aktuell in der 11. und 12. Klasse sind.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, haben sich bereits 30 Schüler der privaten Fachoberschule an der staatlichen Schule für die elfte oder zwölfte Klasse gemeldet, um dort hin zu wechseln. 24 der Schüler wollen eine Feststellungsprüfung machen, um so direkt in die 12. Klasse zu kommen. Ohne diese Prüfung müssten die Schüler zurück in die elfte Klasse gehen.

Die Abi-Pleite war am Donnerstag auch Thema im Bildungsausschuss des Landtags gewesen. Demnach hatte über die Hälfte der Schüler schon bei der Aufnahme in die Fachoberschule Schwarz einen sehr schwachen Notenschnitt. Außerdem hätten die Lehrer es nicht verstanden, die Schüler zu motivieren. Die Schule habe keine ausreichenden Konsequenzen aus dem mangelhaften Verhalten der Schüler gezogen, erklärte Ministerialrat Günter Liebl. Außerdem wurden die Schüler erst zu Beginn der 12. Klasse über die Anforderungen der Abiprüfung informiert.

dpa

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