Private Infos auf Facebook: Minister rät zur Vorsicht

Nürnberg - Hänseleien auf SchülerVZ oder peinliche Partyfotos von Mitschülern auf Facebook: Bayerns Schüler sollen nach dem Rat der Staatsregierung im Internet vorsichtiger mit privaten Informationen umgehen.

Nur so lasse sich verhindern, dass Daten in falsche Hände gelangten, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag im Gespräch mit Nürnberger Schülern.

“Gerade junge Leuten müssen wir bewusst machen, dass ein Eintrag im Internet wesentlich beständiger ist, als ein Zettel, den man wieder zerreißen kann“, sagte Herrmann anlässlich des Europäischen Datenschutztages. Gemeinsam mit Kultusstaatssekräter Martin Huber erkundigte sich Herrmann bei den Schülern eines Gymnasiums über deren Erfahrungen mit sozialen Netzwerken.

Einer Studie des Bundesverbandes für neue Medien (Bitkom) zufolge offenbart rund ein Fünftel der Jugendlichen die meisten seiner privaten Daten nicht nur seinen Freunden, sondern allen Mitgliedern der jeweiligen Internet-Gemeinschaft. Knapp die Hälfte gebe den vollständigen Namen preis und rund 40 Prozent ihre E-Mail-Adresse. “Solche Angaben sollten in der Regel nur Freunde oder gute Bekannte sehen“, teilte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer in Berlin mit.

Im Freistaat unterstützen derzeit 120 medienpädagogische Beratungslehrkräfte Lehrer darin, Schüler über mögliche Risiken beim Umgang mit dem Internet, Computerspielen und anderen Medien aufzuklären. Seit Beginn des Schuljahres nehmen zudem 30 Schulen in Bayern an dem Projekt “Referenzschulen für Medienbildung“ teil, bei dem die Medienkompetenz der Schulen nach und nach gefördert werden soll.

dpa

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