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Mord an Prostituierten in Nürnberg: Wird ihr Tod nun gesühnt?

Junger Mann verhaftet

Prostituierten-Morde in Nürnberg: Wird ihr Tod jetzt gesühnt?

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Einige Zeit hatte Nürnberg Angst vor einem Serienkiller. Ein Täter brachte Prostituierte um. Doch am Samstag nahm die Polizei einen jungen Mann fest. Wird der Tod jetzt gesühnt?

Nürnberg - Yenna starb am 24. Mai, die aus Rumänien stammende Prostituierte lag tot in ihrem Modellzimmer an der Regensburger Straße in Nürnberg. Vergangenen Montag wurde die zweite Frau in der Szene umgebracht, eine Chinesin (44), die sich Miyoko nannte und sich als viel jünger ausgab. Nach den Morden herrschte Angst vor einem Serienkiller in der Frankenmetropole. Sie hat sich aber gelegt, seit bekannt wurde: Der mutmaßliche Täter ist gefasst!

Die Sonderkommission Himmel der Kripo Nürnberg hat am Freitagabend einen jungen Mann festgenommen, am Samstag erging Haftbefehl. „Auf Grund noch laufender Maßnahmen und Ermittlungen können weitere Einzelheiten derzeit nicht bekanntgegeben werden“, hieß es von den Ermittlern. Ungeachtet des großen öffentlichen Interesses hielt die Polizei auch gestern an dieser Linie fest, obwohl nicht ersichtlich war, wa­rum Informationen zum Alter oder der Nationalität des Festgenommenen von ermittlungstaktischer Bedeutung sein könnten. Erst am Montag soll Näheres bekanntgegeben werden.

Informationen über mutmaßlichen Täter sickerten durch

Informationen über den mutmaßlichen Täter und seine Vorgehen bei den Verbrechen sickerten dennoch vorab durch. Bei dem Mann soll es sich um einen erst 21-jährigen Deutschen handeln, der vor seinem Umzug in ein Apartment nach Nürnberg bei seinem Vater in einem Ort im Kreis Fürth gewohnt hatte. Bei den beiden Morden sollen jeweils Handyladekabel als Fesseln benutzt worden sein, die Frauen wurden zudem mit Klebeband geknebelt. Eine DNA-Spur des 21-Jährigen, die sich auch auf einem der Kabel befunden haben könnte, soll ihn überführt haben.

In der Nürnberger Prostituiertenszene ist der 21-Jährige, trotz seines noch jungen Alters, kein Unbekannter. Immer wieder soll es wegen ihm zu Stress gekommen sein, etwa wegen Gewalt gegen die Frauen und Zahlungsverweigerung. Von diesen Sachen wusste wohl die Kripo. Nachdem zunächst ein Unschuldiger (30) verhört worden war, geriet der 21-Jährige immer mehr ins Visier der Fahnder. Er wurde vor seiner Festnahme schon länger von einem Mobilen Einsatzkommando (MEK) beobachtet. Schließlich kam Freitagabend der Zugriff, eine stundenlange Vernehmung folgte.

Erwürgte der Täter die Frauen?

Die beiden Frauen starben nach offizieller Darstellung jeweils an einer Gewalteinwirkung gegen den Hals – so wird in der Regel Erwürgen umschrieben. Anschließend legte der Mörder in den Modellwohnungen an der Höfener und Regensburger Straße Feuer. Die Polizei ging von Anfang an davon aus, dass beide Taten im Zusammenhang stehen. Dies legten die Obduktionsergebnisse und die Auffindesituationen an den Tatorten nahe.

Die beiden Opfer lebten erst seit Kurzem in Nürnberg. Ob sie nach Wochen, wie in der Sex-Branche üblich, weiterreisen wollten, blieb unklar. Der Verdächtige soll sich an den Frauen vor ihrem Tod nach Informationen von reporter24 vergangen haben.

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