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Auf dem Bauplatz der Regensburger Moschee wurden 26 Holzkreuze aufgestellt.

Bauplatz wird zum Friedhof

Bizarrer Moschee-Protest in Regensburg: Täter bekennen sich

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Pläne, in Regensburg eine Moschee zu errichten, stoßen in Teilen der Bevölkerung auf offene Ablehnung. Nun hat der Protest eine neue Dimension erreicht, die Täter haben sich bekannt.

Update 14. Februar, 09.31 Uhr:

Auf ihrer Facebook-Seite hat sich die „Identitäre Bewegung Bayerns“ zu der bizarren Protestaktion auf dem Bauplatz der Regensburger Moschee bekannt. „Ungeachtet der Kritik an der Nähe der Türkisch-Islamischen Union Ditib zum türkischen Staat stellt die Bundesregierung auch für 2018 erneut Fördermittel für Projekte des umstrittenen Verbands bereit. Es ist und bleibt ein Skandal, dass die Islamisierung Deutschlands weiterhin, auch wenn in kleineren Dosen, vom Steuerzahler finanziert wird“, schreibt die Bewegung in ihrem Post.

Die „Identitären“ werfen Ditib zudem vor, in der Vergangenheit radikalen Hass-Predigern wie dem unter Salafisten äußerst populären Pierre Vogel Unterschlupf gewährt zu haben. 

Die Konsequenz: „Identitäre Aktivisten stellten deshalb 30 Holzkreuze auf dem Baugrundstück für die DITIB - Moschee auf. Auf jedem Kreuz stand ein Name von einem Opfer islamistischer Terroranschläge“, hieß es in dem virtuellen Geständnis der Aktivisten.

Regensburger Moschee-Kritiker mit bizarrer Protest-Aktion

Seitdem in Regensburg der Bau einer Moschee abgesegnet wurde, kommt die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz nicht mehr zur Ruhe. Zunächst wurde das Postfach der Rathaus-SPD von wütenden Protest-Mails überschwemmt, dann machte die „Identitäre Bewegung Bayerns“ mit einer bizarren Protest-Aktion auf sich aufmerksam gemacht.

Am Wochenende hatten sie auf dem anvisierten Bauplatz für die Moschee 26 Holzkreuze errichtet. Die Kreuze sind offenbar mit Namen der Opfer des Terroranschlags von Brüssel im Jahr 2016 beschriftet. Die Regensburger Polizei ermittelt gegen Unbekannt. Der Bayerische Rundfunk berichtete über den Vorfall zuerst.

Ditib appelliert an Sicherheitsbehörden

Das Areal habe wie ein Friedhof gewirkt, teilte der Moscheeverband Ditib am Dienstag mit. Der Regensburger Vorstand der Türkisch-Islamischen Union sprach von einem „Angriff auf das friedliche Zusammenleben“ von Christen und Muslimen. Um vor Übergriffen dieser Art in Zukunft besser geschützt zu sein, wünscht sich Ditib künftig eine verstärkte Präsenz der Sicherheitsbehörden.

Der AfD-Kreisverband hatte die Diskussion über die Errichtung eines islamischen Gotteshauses mit einem kontroversen Post zuletzt zusätzlich angeheizt. Auf ihrer Facebook-Seite lud die rechtskonservative Partei ein Bild hoch, auf dem das geplante Minarett die Regensburger Domtürme deutlich überragt. 

Mit einer geplanten Höhe von 21 Metern wird der Ditib-Neubau dem Wahrzeichen der Stadt (105 Meter) allerdings kaum den Rang ablaufen.

lks

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