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Führende CSU-Politiker haben gegen den möglichen Bau eines Atommüllendlagers im Dreiländereck von Bayern, Tschechien und Österreich protestiert.

Protest gegen Atomlager Tschechiens an bayerischer Grenze

Straubing/Regensburg - Führende CSU-Politiker haben gegen den möglichen Bau eines Atommüllendlagers im Dreiländereck von Bayern, Tschechien und Österreich protestiert.

"Wir werden dagegen entschieden Widerstand leisten", teilte Niederbayerns CSU-Chef Manfred Weber am Freitag in Straubing mit. Auch der bayerische Umweltminister Markus Söder äußerte sich kritisch. Die Staatsregierung werde wegen der Pläne Kontakt zu den Behörden in Prag aufnehmen, sagte Söder dem Bayerischen Rundfunk in Regensburg .

Laut dem niederbayerischen CSU -Vorsitzenden soll das Atomlager im böhmischen Horni Plana entstehen, nur wenige Kilometer von Niederbayern und Oberösterreich entfernt. Dies würde bedeuten, dass das Lager in unmittelbarer Nähe zum Bayerwald-Nationalpark und dem tschechischen Pendant Sumava gebaut wird. Allerdings sind nach Medienberichten auch andere mögliche Standorte in Grenznähe im Gespräch.

Der EU-Abgeordnete Weber nannte es "inakzeptabel, dass ein Atommüllendlager mitten in einer der schönsten Naturregionen Europas" entstehen soll. Er will gemeinsam mit Partnern aus Österreich und Tschechien gegen das Lager kämpfen. Söder erklärte, dass Tschechien den Bau eines Lagers für verbrauchte Kernelemente mit den Nachbarländern abstimmen müsse. Auch die Granitvorkommen in der Region auf deutscher Seite waren in der Vergangenheit immer wieder als möglicher Ort für ein Atomendlager der Bundesrepublik im Gespräch.

dpa 

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