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Im Augsburger Polizistenmordprozess wurden vier weitere Verhandlungstermine abgesagt.

Angeklagter leidet an Parkinson

Prozess um Polizistenmord wieder aufgeschoben

Augsburg - Zwei Brüder stehen vor Gericht, weil sie einen Polizisten erschossen haben sollen. Doch einer der Angeklagten ist schwer krank. Das Verfahren gegen ihn könnte deswegen scheitern.

Im Augsburger Polizistenmordprozess hat die Strafkammer wegen der Erkrankung eines Angeklagten vier weitere Verhandlungstermine abgesagt. Der an Parkinson leidende 60-Jährige sei weiterhin nicht verhandlungsfähig, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Montag. Der Angeklagte war am Wochenende erneut von einem Gutachter untersucht worden. „Er ist verhandlungsunfähig, aber haftfähig“, sagte der Gerichtssprecher.

Der Prozess ist wegen der Krankheit des Mannes seit dem 26. September unterbrochen. Das Gericht hofft nun, dass sich der Gesundheitszustand des 60-Jährigen in den nächsten zwei Wochen bessert. Als nächster Verhandlungstag ist derzeit der 29. Oktober geplant.

Geplantes Urteil im Dezember unsicher

Sollte der Angeklagte dauerhaft verhandlungsunfähig bleiben, müsste das Verfahren gegen ihn vermutlich vorläufig eingestellt und er aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass der Mann nur eingeschränkt verhandlungsfähig ist. Dann müssten voraussichtlich die Verhandlungstage verkürzt werden. Bislang hatte die Strafkammer geplant, im Dezember das Urteil gegen den 60-Jährigen und seinen zwei Jahre jüngeren Bruder zu verkünden. Ob dieser Termin gehalten werden kann, ist ungewiss.

Die Brüder sollen im Oktober 2011 nach einer Verfolgungsjagd in einem Augsburger Wald den 41-jährigen Polizisten Mathias Vieth umgebracht und dessen Kollegin angeschossen haben. Beide haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen. Der Prozess läuft seit Februar.

Polizistenmord-Prozess: die ersten Bilder

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dpa

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