Prozess: Eltern mit Axt erschlagen

Penzing/Augsburg - Zehn Monate nach dem Mord an seinen Eltern muss sich von diesem Donnerstag (5. November) an ein 35 Jahre alter Landwirt als mutmaßlicher Täter vor dem Landgericht Augsburg verantworten.

Er soll am 5. Januar das Ehepaar auf seinem Bauernhof im oberbayerischen Penzing (Landkreis Landsberg a. Lech) getötet haben. Die Staatsanwaltschaft, die von Mord aus niederen Beweggründen und Heimtücke ausgeht, vermutet als Motiv einen Streit um die Fortführung des Milchviehbetriebes. Der ledige Sohn lebte gemeinsam mit seinen Eltern und bewirtschaftete den Hof. Das Ehepaar war in der Güllegrube des Anwesens tot aufgefunden worden.

Laut Anklageschrift soll der Sohn zunächst seine Mutter auf dem Weg vom Stall zum Wohnhaus mit einer Axt von hinten niedergeschlagen und anschließend in die Güllegrube geworfen haben. Als die 53-Jährige dort wieder zu sich kam und schrie, soll der Beschuldigte so lange mit der Axt auf ihren Kopf geschlagen haben, bis sie tot war. Danach soll er seinen Vater aus dem Wohnhaus gelockt haben. Auf dem Hof hat der Beschuldigte nach Auffassung der Staatsanwaltschaft den 70-Jährigen dann mit der Axt von hinten mit zwei Schlägen bewusstlos geschlagen und in die Güllegrube geworfen. Dort erstickte der Vater kurz darauf an eingeatmetem Kuhmist.

Der Angeklagte hat nach Angaben des Gerichts die Tat gestanden. Er sitzt seit Januar in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt. Es sind zwei Sachverständige und 29 Zeugen geladen.

dpa

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