Prozess: Frau sticht Nebenbuhlerin nieder

Nürnberg - Sie sei “ausgerastet“, als sie von der Affäre ihres Freundes erfuhr: Eine Nürnbergerin (25) steht wegen versuchten Mordes vor Gericht, weil sie ihrer Nebenbuhlerin mit einem Küchenmesser in die Brust gestochen hat.

“Ich wollte ihr nur einen Denkzettel verpassen“, sagte die Frau vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Die mutmaßliche Täterin und das Opfer kannten sich seit Jahren: Die 27-Jährige war lange mit dem Bruder des Mannes liiert, mit dem die Angeklagte zusammenlebte.

Als die Beziehung des Opfers in die Brüche ging, nahm das Paar die Verlassene vorübergehend auf. Aus dem Trösten wurde mehr, hinter dem Rücken der 25-Jährigen entstand eine noch heute andauernde Beziehung. Als der 31 Jahre alte Mann der Angeklagten dies im Oktober vergangenen Jahres gesteht, brennen bei der zierlichen Frau nach eigenen Angaben die Sicherungen durch. Sie greift sich ein Küchenmesser, rennt die Treppe hinunter und sticht der auf der Straße wartenden Nebenbuhlerin in die Brust.

Ihr deutlich größerer Partner machte keine Versuche, sie zu stoppen. Vor Gericht gab der Arbeitslose an, er habe die Beziehung schon lange beenden wollen; seine auch öffentlich in einer Disco gemachten Heiratsanträge seien nicht ernst gemeint gewesen. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage angesetzt.

dpa

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