Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren

Prozess gegen Allgäuer Islamistin beginnt am Mittwoch

München - Eine junge Mutter aus dem Allgäu, die sich am syrischen Bürgerkrieg beteiligt haben soll, muss sich ab Mittwoch vor dem Landgericht München verantworten.

Die Staatsschutzkammer ließ die Anklage zur Hauptverhandlung zu, wie das Gericht am Montag mitteilte. Es wurden nur zwei Verhandlungstage angesetzt: Mittwoch und Donnerstag. Weitere Termine seien derzeit nicht vorgesehen.

Die Staatsanwaltschaft wirft der 30-Jährigen Einzelhandelskauffrau aus Immenstadt im Allgäu vor, im Januar 2014 mit ihren damals drei und sieben Jahre alten Töchtern nach Syrien gereist zu sein. Dort soll sie sich - als Zweitfrau eines Terroristen - der Organisation Jabhat al-Nusra angeschlossen haben. Ihr wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, auf die eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren steht. Die Allgäuerin wurde im Mai 2014 am Flughafen Frankfurt am Main festgenommen, als sie mit ihren beiden Kindern aus Syrien nach Deutschland zurückkehrte.

Die Katholikin war den Ermittlungen zufolge 2012 zum Islam konvertiert. Über das Internet kam sie in Kontakt mit einer Frau, die mit ihrem Mann nach Syrien ausgewandert war, um gegen das Regime von Baschar al-Assad zu kämpfen. Die heute 30-Jährige entschloss sich darauf, ebenfalls mit ihren Kindern nach Syrien zu gehen und die Zweitfrau des Ehemannes ihrer Internetbekanntschaft zu werden, eines selbsternannten „Gotteskriegers“. Die Familie besaß laut Staatsanwaltschaft Schusswaffen und Handgranaten. Die Frau sei darauf vorbereitet gewesen, syrische Soldaten zu töten. Sie habe zugegeben, Waffen im Haus gehabt zu haben, „um sich im Notfall gegen Assad-Leute verteidigen zu können“. Geschossen habe sie nie damit.

dpa

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