Ex-Pfarrer zieht Geständnis um veruntreutes Geld zurück

Würzburg - Ein früherer katholischer Pfarrer in Unterfranken soll mehr als eine Million Euro Kirchengelder in die eigene Tasche gesteckt haben. Jetzt hat er sein Geständnis zurückgezogen.

Überraschende Wende im Würzburger Prozess um veruntreutes Kirchengeld: Ein früherer katholischer Pfarrer in Unterfranken hat sein Geständnis, er habe mehr als eine Million Euro statt ins Kirchensäckl in die eigene Tasche gesteckt, zurückgezogen. “Ich war völlig durcheinander“, sagte der 78-Jährige am Montag vor dem Landgericht Würzburg zu seinen - nun widerrufenen - Angaben vom Sommer 2010. Damals wurden bei einer Hausdurchsuchung im Landkreis Main-Spessart mehr als 130 000 Euro gefunden. Weiteres Geld aus Kollekte und Spenden habe er auf Konten und in Sparbriefen angelegt, heißt es in der Anklageschrift. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schwere Untreue in mehr als 50 Fällen vor. Er beteuerte nun vor Gericht, dass das gesamte Geld ihm gehöre. Er sei immer ein sparsamer Mensch gewesen. Der Prozess wird am 26. September fortgesetzt.

dpa

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