Folter als Bestrafung

Rocker schneiden Mann den Finger ab

Schweinfurt - Ein Mann steigt aus einer Rockerbande aus und wird dafür bestraft. Der Kopf der Band und einige Komplizen sollen ihn gefoltert und bestohlen haben. Nun gibt es einen Prozess.

Als Strafe soll eine Rockerbande einem Mann ein Fingerglied abgeschnitten und ihn gefoltert haben: Dem 46 Jahre alten Chef der Gruppe wird deswegen seit Donnerstag vor dem Landgericht in Schweinfurt der Prozess gemacht. Wie ein Gerichtssprecher sagte, ist der Mann wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung angeklagt sowie wegen schweren Raubes.

Ende März 2015 soll der Angeklagte mit mehreren anderen Rockern, die er extra dafür zusammengetrommelt hatte, nach Bad Kissingen gefahren sein - zu einer „Bestrafungsaktion“, wie der Sprecher sagte. Ihr Opfer sei zuvor aus einer untergeordneten Gruppe der Rocker ausgestiegen. Zwischen diesem Mann und dem 46-Jährigen habe es zudem schon länger Streit gegeben.

Die Täter sollen dann in das Haus des Mannes eingebrochen sein und ihn mit Schlägen, Pfefferspray und einem Elektroschocker traktiert haben. Außerdem hätten sie ihm ein Fingerglied abgetrennt und sein Handy geraubt. Für den Prozess sind Termine bis zum 23. März geplant.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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