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Rettungskräfte am Einsatzort.

Prozess um schweren Bob-Unfall

Laufen/Schönau – Seit gestern untersucht das Amtsgericht Laufen (Kreis Traunstein) den Bob-Unfall auf der Kunsteisbahn in Schönau am Königssee. Der Unfall ereignete sich am 23. November 2009 beim Europacup-Training, vier russische Bobfahrer wurden verletzt.

Ein Männerbob war mit 100 km/h in einen weiter unten gestarteten und gestürzten Damenbob gerast. Am Schlimmsten erwischte es die Bremserin des Damenschlittens. Die heute 22-Jährige trug schwerste Brüche und innere Verletzungen davon. Sie sitzt immer noch im Rollstuhl.

Bilder vom Unglückstag auf der Bobbahn

Bob-Unfall in Königssee: Vier Verletzte

Auf der Anklagebank sitzt wegen fahrlässiger Körperverletzung in vier Fällen Peter H., ein 63-jähriger Kaufmann aus Schönau, langjähriger Funktionär im internationalen Bobsport. Die Staatsanwaltschaft wirft H. vor, den Zweierbob der Russinnen bei roter Ampel in den Eiskanal geschickt zu haben, während gleichzeitig am oberen Start der Männerbob bei Grün losfuhr. Peter H. beteuerte gestern: „Ich bin nicht schuld an der Geschichte.“ Er werde versuchen, seine Unschuld zu beweisen. Das Urteil wird für kommenden Montag (11. Oktober) erwartet.

kd

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