Er hat betrunken einen Mann erschlagen

Prozess um tödlichen Streit: Angeklagter gesteht

Memmingen - Im Prozess um einen tödlichen Streit unter Betrunkenen hat einer der beiden Angeklagten ein Geständnis abgelegt.

Der 23-Jährige gab am Donnerstag vor dem Landgericht Memmingen zu Protokoll, er habe die Tat allein begangen. Der mitangeklagte 51-Jährige habe ihm lediglich dabei geholfen, die Tat zu vertuschen, indem sie die blutverschmierte Leiche und den Tatort reinigten. Entgegen der Planung gab es am Donnerstag noch keine Plädoyers. Die Schlussvorträge und das Urteil sind nun für den 11. Februar vorgesehen.

Die beiden Männer stehen wegen gemeinschaftlichen Totschlags vor Gericht. Im Januar 2015 war in einer Gemeinschaftsunterkunft in Memmingen ein 30 Jahre alter Bewohner so massiv geschlagen und getreten worden, dass er noch am Tatort starb. Alle drei Männer waren zur Tatzeit erheblich betrunken. Nach Angaben einer Sachverständigen hatten sie zwischen drei und nahezu fünf Promille Alkohol im Blut.

Das kriminalistische Gutachten bestätigte die Angaben des 23-Jährigen. Demnach gab es bei der Untersuchung der Kleidung des 51-Jährigen keine Hinweise darauf, dass dieser aktiv an der Tat beteiligt war.

dpa

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