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Der Angeklagte (r.) sitzt im Gerichtssaal des Landgerichts in Regensburg neben seinem Verteidiger Adam Ahmed.

Prozess um Sexualmörder: Richter nicht befangen

Regensburg - Keine Gnade für den Regensburger Sexualmörder: Sein Befangenheitsantrag gegen drei Richter ist gescheitert. Wie es jetzt im Prozess um die nachträgliche Sicherungsverwahrung weitergeht.

Im Prozess um die nachträgliche Sicherungsverwahrung eines 34-jährigen Sexualmörders in Regensburg ist ein Befangenheitsantrag gegen die Kammer gescheitert. Das Landgericht wies den Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen die drei Berufsrichter am Dienstag als unbegründet zurück. Die Große Jugendkammer sei weiterhin zuständig, sagte der Vorsitzende Richter.

Mehr als 14 Jahre nach dem Mord an einer Joggerin in Kelheim müssen die Richter erneut prüfen, ob der damals 19-jährige immer noch gefährlich ist. Der Täter hatte eine Joggerin in Kelheim erwürgt, ihr die Kleider vom Leib gerissen und sich über der sterbenden Frau selbst befriedigt.

1999 wurde er zur Jugendhöchststrafe von zehn Jahren verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe ordnete das Landgericht nachträgliche Sicherungsverwahrung an, aber das Bundesverfassungsgericht hatte das zugrundeliegende Gesetz für verfassungswidrig erklärt. Der Mann war der bundesweit erste Jugendtäter, bei dem die nachträgliche Verwahrung angeordnet worden war.

Sein Verteidiger Adam Ahmed forderte am Dienstag, die Unterbringung seines Mandanten in der nachträglichen Sicherungsverwahrung aufzuheben. Da einer der zwei Hauptsachverständigen nicht im Gericht war, forderte der Anwalt zudem, die Verhandlung sofort zu unterbrechen. Die Kammer wies jedoch auch diesen Antrag zurück. Es sei nicht notwendig, dass die zwei Gutachter durchgängig anwesend seien.

dpa

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