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Der 45-Jährige vor dem Landgericht in Würzburg.

Prozess vertagt

Polizei erkennt Würge-Mörder im Netz

Würzburg - Thomas T. soll seine Bekannte erwürgt und anschließend vergraben haben. Die Polizei machte den Tatverdächtigen über Facebook ausfindig. Der anstehende Prozess wurde jedoch erstmal vertagt.

Während Politiker noch diskutieren, ob die Polizei künftig auch per Facebook nach Straftätern fahnden darf, macht die Würzburger Kripo Nägel mit Köpfen: Vor dem Landgericht muss sich seit Donnerstag ein Gartenarbeiter verantworten, den die Ermittler in der Facebook-Freundesliste des Opfers fanden.

Der Fall: Thomas T. (45) lernte Verkäuferin Silke G. (32) bei einem Abnehm-Kurs kennen. Sie schliefen miteinander, doch eine Beziehung wollte T. nicht.Im Streit erwürgte er die Mutter eines behinderten Sohnes noch auf dem Bett. Dann schob er die Leiche auf einer Schubkarre durch Heidingsfeld, bevor er sie in einem Feld vergrub.

Bei der Fahndung stellte die Kripo fest, dass mit der EC-Karte des Opfers Geld abgehoben wurde. Sie verglich die Bilder der Überwachungskamera mit den 39 Facebook-Freunden von Silke G. – und lud Thomas T. zum Verhör. Als die Leiche gefunden wurde, gestand T. alles. Der Prozess wurde gestern auf kommende Woche vertagt, weil die Gutachter nicht verfügbar waren.

tz

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