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Das Haus, in dem Werner F. ermordet wurde.

Prozessbeginn: Ex-Freundin gesteht Mord an Werner F.

Ingolstadt - Im Mordfall des erschossen Werner F. hat heute der Prozess gegen ein drogensüchtiges Ehepaar begonnen. Die Ex-Freundin von F. gestand den Mord an ihrem ehemaligen Freund.

Die Angeklagte sagte vor dem Schwurgericht Ingolstadt aus, den 31-Jährigen aus in seiner Wohnung mit drei Schüssen ermordet zu haben. Die Tatwaffe stammt vom Opfer. Als Motiv nannte sie Rache für eine Vergewaltigung. Der von der Staatsanwaltschaft als Drahtzieher des Mordes angesehene ebenfalls drogenabhängige Ehemann der Frau schwieg zu Prozessbeginn.

Die Eheleute aus München sollen das Opfer am 8. Februar dieses Jahres ermordet haben, um an Geld für Drogen zu kommen. In ihrer Vernehmung beschrieb sich die zur Tatzeit 32-Jährige zeitweise unter Tränen als zwischen zwei gewalttätigen Männern zerriebene Frau. Ihr fünf Jahre jüngerer Mann sei stets eifersüchtig gewesen. “Das hat sich durch die ganze Ehe gezogen.“ Als er von der sexuellen Gewalt des Ex-Freundes während der Ehe erfahren habe, seien Sätze wie “Wir zahlen es ihm schon noch heim“ gefallen. Vor der Tatnacht traf sich das Ehepaar in der Münchner Wohnung einer Freundin - auch sie drogensüchtig. Gemeinsam habe man sich Heroin gespritzt.

Während der Ehemann mit den Worten “Das bringt sogar einen Elefanten um“ ein Betäubungsmittel für den verhassten Nebenbuhler mixte, holten die Frauen die im Keller versteckte Tatwaffe. Ehe sich die Freundinnen in den Zug nach Pfaffenhofen setzten - der Mann blieb in München -, gab die Ehefrau im Wohnzimmer noch einen Probeschuss aus der Pistole ab. Die “Generalprobe“ auf die Tat kommentierte die Freundin bei ihrer Vernehmung mit den Worten: “Sie hat wunderbar getroffen.“

Werner F. mit Betäubungsmittel wehrlos gemacht

Detailliert schilderte die Hauptangeklagte die Tat selbst. Erst wurde der 31-Jährige mit dem Betäubungsmittel wehrlos gemacht und zu Bett gebracht. Dort schoss die 32-Jährige ihrem “Ex“ zunächst in Kopf und Brust. Als das Opfer noch röchelte, gab sie einen dritten aufgesetzten Schuss in die Stirn ab. Zum Beweis ihrer “Rache“ machte sie mit dem Handy noch ein Foto für ihren Mann. “Es ist alles wieder hochgekommen ich habe völlig die Kontrolle verloren“, sagte die Angeklagte.

Sie wies ihrem eifersüchtigen Mann die Hauptschuld zu: “Ohne seinen Druck wäre die Tat nicht passiert.“ Die Freundin packte während der Tat in aller Ruhe im Zimmer nebenan die Wertsachen ein. Für Handys und eine Spielkonsole bekam sie 35 Euro - “für neues Gift“, wie sie ihre Heroinbeschaffung nannte.

Der Prozess wird am 26. November mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Die Urteile sollen am 7. Dezember verkündet werden.

lby

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