Baukran wackelt nach Sturm bedenklich! Polizei sperrt Bereich großräumig ab

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Vier Zähne wurden dem Jugendlichen beschädigt.

Nach Attacke auf Volksfest

Prügel-Polizist kämpft vor Gericht gegen Entlassung

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Im traurigen Streit um einen prügelnden Polizisten (56) gibt es am Mittwoch ein weiteres Verfahren. Vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München wird die Berufung des ehemaligen Polizeichefs Rudolf M. aus Rosenheim verhandelt.

München/Rosenheim – In erster Instanz war der 56-Jährige im Dezember 2014 aus dem Dienst entlassen worden. Dagegen erhob er Einspruch.

Wegen seines desolaten Gesundheitszustands erschien der suspendierte Beamte damals nicht zum Prozess. Heute will er jedoch kommen, sagte sein neuer Anwalt Joachim Krauß. Auf dem Herbstfest 2011 hatte Rudolf M. völlig überreagiert. Eine Rangelei unter Jugendlichen vor einem Fahrgeschäft war gegen 22 Uhr der Auslöser für die Attacke gewesen. Mit einem Kollegen führte der Ex-Polizeichef einen alkoholisierten Burschen zur Festwache. Auf dem Weg soll er ihm wiederholt Kniestöße ins Gesäß verabreicht haben. Als ihn der Schüler beleidigte, verpasste ihm der Polizeichef eine Watschn. Doch es kam noch schlimmer. Der junge Mann, mittlerweile gefesselt und wehrlos, wurde auf der Wache gegen eine Wand gestellt und zweimal mit dem Kopf gegen selbige geschleudert. Er erlitt eine Platzwunde an der Lippe. Außerdem wurden vier Zähne beschädigt, von einem brach ein Teil ab.

Eine Strafkammer am Landgericht Traunstein verurteilte den 56-Jährigen im November 2012 zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten. Das Urteil wurde mittlerweile vom Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt. Im erstinstanzlichen Disziplinar-Verfahren vor dem Verwaltungsgericht (VG) München ließ Rudolf M. über seinen Anwalt die Vorwürfe bestreiten und verstieg sich sogar zu der Behauptung, das Traunsteiner Straf-Urteil sei falsch. Die Medien, so behauptete er, hätten ihn schon vor dem Prozess zum „Prügelpolizisten“ abgestempelt und „die Staatsanwaltschaft ließ sich davon leiten“, so sein Statement.

Von Reue für sein Vorgehen fehlte jede Spur. Seitdem bezieht der 56-Jährige fortlaufend seine Dienstbezüge (jährlich etwa 54 000 Euro) – obwohl er nun seit fünf Jahren suspendiert ist. So sieht es Paragraf 11 des Bayerischen Disziplinar-Gesetzes vor. Erst mit Ende des Monats, in dem das Urteil rechtskräftig wird, endet die Bezahlung. Danach gibt es noch für sechs Monate einen Unterhaltsbeitrag von 50 Prozent. 

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