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Mit kaputten Zähnen und blutverschmiert kam der 15-Jährige aus der Rosenheimer Wache.

Prügelvorwurf gegen Polizeichef: So geht es weiter

Rosenheim - Der Fall sorgte für Empörung: Der Rosenheimer Polizeichef höchstpersönlich soll einen Jugendlichen verprügelt haben. Der leitende Oberstaatsanwalt hat sich nun geäußert, wie es mit den Ermittlungen weitergeht.

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15-Jährigen verprügelt? Polizeichef beurlaubt

Die Ermittlungen gegen den Rosenheimer Polizeichef dauern an. Wie berichtet, soll der inzwischen vom Dienst suspendierte Beamte am 3. September während des Rosenheimer Herbstfestes auf einen 15-Jährigen eingeprügelt haben. Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt der leitende Oberstaatsanwalt, Helmut Vordermayer, dass man „mit Nachdruck, zügig aber sorgfältig“ ermittle. Vordermayer schätzt, dass die Nachforschungen „noch einige Wochen, vielleicht drei“, andauern werden. Das sei „nicht ungebührlich lange, eher im Gegenteil“.

Der Fall wurde bekannt, nachdem sich die Mutter des 15-Jährigen, dem ein Zahn eingeschlagen wurde, an das „Oberbayerische Volksblatt“ gewandt hatte. Vordermayer betont jedoch: „Der Fall wäre mit 100-prozentiger Sicherheit auch ohne die Presse ans Licht gekommen.“ Die Staatsanwaltschaft habe noch vor der Berichterstattung in der Zeitung von dem Vorwurf erfahren. Details zu dem aktuellen Stand der Ermittlungen will Vordermayer nicht verraten. „Es gilt aber mein Wort, dass wir die Sache sehr ernst nehmen“, versichert der Jurist.

tom

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