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Pumpernudel ist eine kleine Hofstatt in der Gemeine St. Wolfgang.

Kuriose Ortsnamen

Pumpernudel - das ist nichts zu essen

In Bayern gibt es lustige Ortsnamen wie Jammer, Hassfurt und Pumpernudel - bei letzterem lässt sich schwer erahnen, woher er kommt. Hier ein Versuch.  

Die kleine Hofstatt gehört zu St. Wolfgang. Auf den zwei Höfen leben neun Menschen. Doch was ist Pumpernudel und wie ist der Namen entstanden? 

Manche denken an etwas zu essen wie eine Butternudel. Andere denken an etwas Anzügliches und manche auch an eine zufällige Namensgebung. Um es kurz zu machen: Wir wissen es auch nicht genau. 

Es gibt verschiedene Theorien: So gab es hier einmal einen Bauern, der Ludwig Pumper hieß und von 1566 bis 1600 lebte. Ursprünglich wurde er „Pumperludl“ genannt, später wurde dann „Pumpernudl“ daraus. 

Der Dorferner Dr. Emil Rudolf sen. erwähnte laut einem Zeitungsbericht vor etlichen Jahren in einem Vortrag über das römische Straßennetz, dass sich der Name aus “Pumpe“ und „Nude“ (nackt) zusammensetzt. Das deckt sich mit der Theorie des Geschichtsexperten Karl Engelmann, der bei diesem Vortrag anwesend war. 

Die Erklärung: Die Römer, die den Wehrdienst verweigert haben, mussten zur Strafe spärlich bekleidet im Straßenbau arbeiten. Vermutlich hatten die halbnackten Bauarbeiter damals in Pumpernudel kampiert und dem Fleckchen Erde damit seinen Namen gegeben. 

Interessant ist die heutige Schreibweise Pumper„nudel“. Es gibt nämlich noch ein Pumper“nudl“ im Landkreis Freising, das zur Gemeinde Rudelzhausen gehört. Davon hat sich ein kleiner Münchner Zirkus inspirieren lassen und sich ebenfalls so genannt.

Wussten sie eigentlich schon, dass es in Pups nicht stinkt? Sicherlich sind auch nicht alle Menschen in Hassfurt immer grantig und die Menschen in Jammer nicht immer unglücklich. Aber was steckt denn nun hinter solchen kuriosen Ortsnamen? 


Bodo-Klaus Eidmann


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