In Hessen gibt es schon eine Rabattkarte für Ehrenamtliche. Bald könnte sie auch in Bayern eingeführt werden.

Rabattkarte für Ehrenamtliche

München - Ehrenamtliche Helfer sollen in Bayern künftig mit einer speziellen Rabattkarte belohnt werden.

Im oberpfälzischen Landkreis Cham wurde eine „EhrenamtsCard“ am Freitag an die ersten 250 Bürger ausgeteilt. Sie bekommen beim Einkauf in rund 500 Geschäften und Unternehmen in der Region Rabatt. „Es ist mein erklärtes Ziel, Ehrenamtscards in ganz Bayern einzuführen“, erklärte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

Angestoßen hatte das Projekt der Chamer Landrat Theo Zellner, der zugleich Präsident des Bayerischen Landkreistages ist. Der Versuch in Cham soll bis Ende 2011 laufen. Die Karte soll eine Würdigung des Bürgerengagements sein, betonte das bayerische Sozialministerium, das die Einführung unterstützt. Erhalten können sie Bürger, die seit mindestens drei Jahren ein Ehrenamt ausüben. Sie müssen sich pro Jahr mindestens 250 Stunden engagieren.

Wer länger dabei ist, erhält zusätzliche Vergünstigungen. Der Vereinsvorstand muss das ehrenamtliche Engagement schriftlich attestieren, um Missbrauch zu verhindern, betonte das Ministerium. Die Karte selbst wird dann vom Landratsamt ausgestellt. Aufgabe des Landkreises Cham war es, Partner für das Projekt zu akquirieren. Unter den teilnehmenden Betrieben sind Getränkemärkte, Friseure, Metzgereien, Apotheken und Bäckereien, die bis zu fünf Prozent Nachlass beim täglichen Einkauf anbieten.

Auch Autohändler machen mit – bei ihnen gibt es zum Beispiel drei Prozent Rabatt bei Ersatzteilen. Die Vergünstigungen erhalten die Unternehmen nicht ersetzt, vielmehr soll so das „unternehmerische bürgerschaftliche Engagement“ dokumentiert werden.

dw

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