Aus dem Radar gefallen?

Das war knapp: Segelflieger kracht beinahe in Boeing

Nürnberg - Ein Segelflieger bei Nürnberg ist knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Der Pilot näherte sich bedenklich nahe einem Passagierjet mit 133 Insassen. Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai.

Ein auf dem Radarschirm nicht sichtbares Segelflugzeug ist in der Nähe von Nürnberg beinahe mit einer Passagiermaschine zusammengestoßen. Der Segler sei der mit 113 Passagieren besetzten Boeing 737-800 so nahe gekommen, dass die Crew sogar den Piloten des Segelflugzeugs erkannt habe. Dies geht aus einem Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig hervor. Der Beinahe-Zusammenstoß ereignete sich bereits am 14. Mai.

Der Segler habe sich dem Jet auf 100 bis 150 Meter genähert, die Boeing schließlich unter der linken Tragfläche passiert. Der Pilot der Passagiermaschine, der gerade zum Landen ansetzen wollte, konnte dem Segler glücklicherweise noch rechtzeitig ausweichen. Wie eine Untersuchung ergab, war anscheinend der sogenannte Transponder des Segelflugzeuges ausgeschaltet. Dadurch sei der Segler auf den Radarschirmen der Flugsicherung nicht zu sehen gewesen.

Schon der zweite Vorfall in gut einem Jahr

Erst Ende März 2014 wäre im Nürnberger Luftraum beinahe eine mit 68 Passagieren besetzte Verkehrsmaschine mit einem Ultraleichtflugzeug zusammengestoßen. Damals kamen sich die Flugzeuge sogar auf knapp 70 Metern genähert. Auch in diesem Fall hatte der Pilot der Verkehrsmaschine dem Mini-Flugzeug noch rechtzeitig ausweichen können.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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