Polizei rechnet mit weiteren Opfern

Sabotage an Autorädern?

Buchloe - Eine merkwürdige Serie von lockeren Radmuttern beschäftigt die Polizei im Allgäu. Zwei Unfälle hat es in diesem Zusammenhang bereits gegeben. Und die Ermittler erwarten weitere Opfer.

15 Fälle gelockerter Radmuttern sind im Allgäu inzwischen bekannt. Sie konzentrieren sich auf die Stadt Buchloe im Ostallgäu und die Nachbarorte Waal und Bronnen. Mehrere Hinweise von möglichen weiteren Opfern werden noch von der Polizei geprüft. „Wir müssen davon ausgehen, dass sich die Zahl noch erhöhen wird“, sagte ein Sprecher der Polizei in Kempten. Zweimal kam es bislang zu Unfällen, da sich während der Fahrt ein Rad löste. Eine Frau wurde dabei verletzt.

Ob sich jemand gezielt an den Autos zu schaffen macht und die Räder lebensgefährlich manipuliert, sei bislang nicht bekannt. Auch technische Probleme beim Montieren der Räder könnten die Ursache sein - schließlich sei jetzt Reifenwechsel-Saison. „Es wird in alle Richtungen ermittelt.“ Die Polizei rät Autofahrern, bei verdächtigen Fahrgeräuschen sofort anzuhalten und die Radmuttern zu überprüfen.

Ob es einen Zusammenhang mit der Serie von Ölfleck-Anschlägen in der Region gibt, wollte die Polizei nicht kommentieren. Seit zwei Jahren fahndet die Kripo Kempten nach einem Unbekannten, der auf Straßen in Bayern und Baden-Württemberg vorsätzlich Schleuderfallen aus Altöl gelegt hat. Ein Motorradfahrer kam dadurch ums Leben, ein Autofahrer wurde schwer verletzt.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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