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Das Altöttinger Autowrack vor der Polizeistation in Kandahar. 22 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet.

Das rätselhafte Altötting-Schild beim Anschlag der Taliban

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Kandahar/Altötting - Es sind Bilder, wie sie schrecklicher nicht sein können: Blutlachen, zerfetzte Autos, dazwischen traumatisierte Passanten. Doch was macht der Suzuki mit Alt­öttinger Kennzeichen in dem Trümmerfeld?

Es sind Bilder eines Terroranschlags der Taliban mit 22 Toten und 70 Verletzten, der vor einer Woche im afghanischen Kandahar verübt worden war. Ein Ausschnitt der Szenen zeigt aber Rätselhaftes: Mittendrin steht ein auseinandergerissener Suzuki mit Alt­öttinger Kennzeichen!

Das ist Afghanistan

Das ist Afghanistan

Ob der eine Rolle bei dem Anschlag spielte, ist unklar. Neben dem Suzuki wurden mindestens drei Autos ähnlich zerfetzt. Sicher ist aber: Das Auto war bis zum Sommer 2009 auf einen Altöttinger (54) zugelassen. Im Oktober wird der Suzuki in Rosenheim außer Betrieb gesetzt, einen Monat später auf ein Traunsteiner Kennzeichen umgemeldet. Schließlich wird das Auto im August 2010 in Traunstein außer Betrieb gesetzt. Dann verliert sich die Spur.

Das sind die Taliban

Das sind die Taliban

Beim letzten bekannten Halter handelt es sich um einen jungen Mann aus dem Landkreis, der aber alles andere als einen afghanischen Namen besitzt, sondern dem Vernehmen nach „eher einen sehr sehr einheimischen“. Wie kommt der AÖ-Wagen nach Kandahar? Sicher ist, dass zwar ein TÜV-, aber kein Zulassungsstempel auf dem Schild zu erkennen ist. Das Trostberger Tagblatt zitiert das Landratsamts Traunstein mit den Worten: „Irgendwie ist das alles mysteriös.“ Vielleicht findet das Bayerische Landskriminalamt eine Lösung. Dort prüft das Sachgebiet für Terrorismusbekämpfung den Fall.

mc.

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