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Heinz B. (Foto aus dem Jahr 2002) wurde in seinem Haus in Unterbalbach  ermordet. Der Antiquitätenhändler wurde öfter überfallen. Die beiden Bilder wurden von der Polizei herausgegeben

Wer tötete Heinz B. (70)?

Rätselhafter Mord im Antiquitätenladen

Unterbalbach - Wer tötete den Antiquitätenhändler Heinz B. (70)? Im Main-Tauber-Kreis sucht jetzt eine 30-köpfige Soko nach den unbekannten Mördern.

Als sich sein guter Freund, der Antiquitätenhändler Heinz B., kurz vor Weihnachten nicht mehr meldet, macht sich ein Mann Sorgen. Nach mehrfachen Telefonanrufen verständigt der Freund in Unterbalbach (Main-Tauber-Kreis) die Polizei. Diese macht im Antiquitätenladen eine grausame Entdeckung: Heinz B. (70) wurde ermordet. Warum? Das ist noch völlig rätselhaft. Jetzt sucht eine 30-köpfige Soko nach den unbekannten Mördern!

Heinz B. ist bekannt im kleinen Ort im Main-Tauber-Kreis. Der 70-Jährige hat sich über die Jahre einen Namen als Antiquitätenhändler gemacht. Sein Laden läuft gut. Auch jetzt noch, im fortgeschrittenen Alter, steht er im Laden, berät Kunden, macht Geschäfte. Unterkriegen lässt er sich nicht. Trotz so manchem schlimmen Erlebnis. Denn sein Erfolg lockt auch Neider an – so wird Heinz B. bereits im Dezember 2011 sowie im Februar dieses Jahres überfallen. Die Täter wollen sein Geld und seine antiken Schätze. Sie werden gefasst und der tüchtige Händler steht weiterhin in seinem Laden. Bis zum 19. Dezember.

Das letzte Lebenszeichen: Heinz B. wird am 18. Dezember noch lebend gesehen. Als er sich anschließend nicht mehr meldet, auf Anrufe nicht reagiert, machen sich Familie und Freunde Sorgen. Und rufen die Polizei. Diese öffnet am 19. Dezember abends seine Wohnung – und stößt auf die Leiche des Antiquitätenhändlers. „Spuren von Gewalteinwirkung“ werden bei der Obduktion festgestellt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Polizei geht davon aus, dass Heinz B. am Abend des 18. Dezember auf seine Mörder traf.

Jetzt hat sie eine 30 Mann starke Soko eingerichtet, die den brutalen Mord klären soll. Denn auch knapp eineinhalb Wochen nach der Tat sind die Hintergründe nach wie vor völlig unklar. Über 100 Spuren wurden bereits ausgewertet, jeder kleinste Hinweis überprüft. Auch das Anwesen samt Antiquitätenladen in Unterbalbach wird immer noch nach Spuren abgesucht. In der Nähe des Tatorts wurden Gegenstände gefunden, die womöglich mit dem Verbrechen in Verbindung stehen. Die Polizei hofft weiterhin auf Hinweise, die zu den Tätern führen können. Zeugen sollen sich unter der Rufnummer 0 94 31/8 10 melden.

aw

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