Acht Jahre muss ein 21-Jähriger hinter Gitter, weil er bei einer Geburtstagsfeier einen 19-Jährigen erstach.

Er rammte seinem Opfer ein Messer in die Halsschlagader

Traunstein - Wegen eines tödlichen Messerstichs auf einen Burschen ist ein junger Mann zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Das Traunsteiner Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 21-Jährige einem zwei Jahre jüngeren Mann bei einer Geburtstagsfeier am 22. November 2008 vor einer Gaststätte ohne jegliche Vorwarnung ein Messer in die Halsschlagader rammte. Das Gericht verurteilte den gebürtigen Kasachen wegen Totschlags. Der 19-Jährige war verblutet. Die Staatsanwaltschaft hatte achteinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf fünf Jahre Gefängnis plädiert.

Der wegen eines Gewaltverbrechens vorbestrafte 21-Jährige hatte in dem dreitägigen Prozess vor der Jugendkammer seine schwere Kindheit geschildert. Der Vater starb früh, Gewalt war in der Umgebung des Heranwachsenden an der Tagesordnung. 1998 zog die Mutter mit dem Kind nach Deutschland. Wegen Gewalttätigkeiten flog er in Traunstein von der Schule. Zu dem Zeitpunkt war er bereits heroinsüchtig.

dpa

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