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Urlauber stecken in brüchigem Gelände fest - Retter brauchen mehrere Versuche

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Von: Katarina Amtmann

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Ramsau/Bayern: Urlauber sitzen am Teufelskopf fest - komplizierte Rettungsaktion
Zwei Urlauber aus Sachsen saßen am Teufelskopf fest - es folgte ein komplizierte Rettungsaktion. © Bergwacht Ramsau

Zwei Urlauber saßen am Donnerstag (21. November) am Teufelskopf bei Ramsau fest. Für die Retter begann ein komplizierter Einsatz - es drohte eine bitterkalte Nacht am Berg.

Ramsau - Einen schwierigen Einsatz hatte die Bergwacht Ramsau am Donnerstagabend. Über sechs Stunden mussten die Helfer zwei Urlauber am Teufelskopf retten. Das berichtet der Kreisverband Berchtesgadener Land.

Die Urlauber aus Sachsen waren von der Wildfütterung im Klausbachtal nordwestlich über einen Weg aufgestiegen. Dieser war zwar auf einer Karte eingezeichnet, der Steig in Richtung Teufelskopf war im Gelände aber nur noch schwer bis gar nicht mehr zu finden. 

Urlauber aus Sachsen sitzen fest: Bergwacht Ramsau wird alarmiert

Der Mann und die Frau saßen daraufhin im sehr steilen, felsdurchsetzten Bergwald in einer brüchigen Rinne fest. Deshalb setzten sie kurz nach 16 Uhr einen Notruf ab. Die zuständige Bergwacht Ramsau konnte Telefonkontakt herstellen und schließlich das Handy der Urlauber orten. 

Bei Dunkelheit machten sich die Helfer auf die Suche. Ein Trupp stieg südlich zum Teufelskopf auf, um die Urlauber im Gelände zu orten und von oben zu erreichen. Zwei Beobachtungsposten versuchten im Klausbachtal auf selber Höhe im gegenüberliegenden Ofental die Mannschaft zu den Verstiegenen zu lotsen. Der Suchtrupp kam jedoch nur langsam voran, da das Gelände steil und brüchig war. Weil die Ortung sich deshalb hinzog, ließ der Einsatzleiter nach circa zwei Stunden weitere Bergretter nachalarmieren. 

Ramsau/Bayern: Urlauber sitzen am Teufelskopf fest - komplizierte Rettungsaktion
Zwei Urlauber aus Sachsen saßen am Teufelskopf fest - es folgte ein komplizierte Rettungsaktion. © Bergwacht Ramsau

Urlauber sitzen an Berg fest: Helikopter kann nicht helfen

Ein zweiter Suchtrupp stieg die Rinne von der Klausbachtal-Wildfütterung aus auf. Währenddessen kam der erste Suchtrupp gegen 18.41 Uhr bei den Leuten an. Sie froren, waren aber ansonsten unverletzt. Das teilte der Kreisverband Berchtesgadener Land mit. Ein Abtransport nach oben zum Gipfel und nach unten über die Rinne war geländebedingt zu riskant. 

Die Polizei konnte wegen Bodennebel am Standort Erdinger Moos allerdings keinen Helikopter schicken. Es wurde geprüft, eine Rettung nach oben über die Rinne durchzuführen und dafür von oben aus vom Teufelskopf Seilversicherungen zur Einsatzstelle zu bauen. 

Video: Hier konnte ein Rettungshubschrauber eingesetzt werden

Urlauber sitzen am Teufelskopf fest: Kalte Nacht am Berg droht

Ein dritter Trupp wurde zusammengestellt, um die Rettung wenigstens zu versuchen. Dadurch sollte den Urlaubern eine bitterkalte Nacht am Berg erspart werden. Dafür brachte der dritte Trupp Seile, Steigeisen und Eispickel ins Gelände. Der zweite Trupp erreichte bald darauf ebenfalls die Einsatzstelle. 

Gegen 20.45 Uhr seilten die Retter den Mann und die Frau dann über die Wandstufe ab und stiegen mit ihnen gesichert durch den steilen Bergwald weiter ab. Im Tal wünschten die Geretteten keine medizinische Versorgung. Die Bergwacht war bis 22.30 Uhr im Einsatz.

Ähnlich erging es einem jungen Mann: Der 26 Jahre alter

, als er in einer Felswand 200 Meter über dem Königssee-Westufer festsaß. Auch einem Jäger musste die Bergwacht zu Hilfe eilen - er war 50 Meter in die Tiefe gestürzt.

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