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Ups: Diese zwei Teilnehmer des Schalenggenrennens sind mit ihrem Schlitten gestürzt.

Rasante Fahrt beim Hörnerschlittenrennen

Pfronten - Traumhaftes Wetter, todesmutige Rodler und jede Menge Gaudi - so haben Zuschauer des traditionellen Hörnerschlittenrennen das größte und älteste Schlittenrennen im Allgäu erlebt.

Einige tausend Schaulustige säumten am Samstag bei Plusgraden und strahlendem Sonnenschein die rund ein Kilometer lange Rennstrecke in Pfronten.

180 Mannschaften gingen dieses Jahr auf ihren im Ostallgäu “Schalengge“ genannten hölzernen Hörnerschlitten an den Start. Ungebremst und ohne Lenkung stürzten sich die Zweierteams den steilen Hang hinab und rodelten ins Tal. Auch dieses Jahr kam es zu spektakulären Stürzen. Ernsthafte Verletzungen zog sich aber niemand zu. Manch ein Rennfahrer musste allerdings sein Gefährt in Einzelteilen ins Tal tragen, die eine oder andere Schramme oder eine blutige Nase verkraften. Jeder Teilnehmer gewinnt, sobald es der Fahrer mit zumindest Bruchteilen des Schlittens über die Ziellinie schafft. Bei dem Wettrennen wurden sowohl der schnellste als auch der langsamste Rennteilnehmer mit Pokalen geehrt.

Da das Spektakel immer am Faschingssamstag stattfindet, traten auch heuer einige Fahrer kostümiert oder in historischer Kleidung an. “Das Rennen ist natürlich eine Gaudi. Gleichzeitig ist es aber unser Anliegen, mit der Veranstaltung an die schwere Arbeit unser Vorfahren zu erinnern“, sagte Hanne Allgayer vom veranstaltenden Kappeler Schalengger Verein. Mit den Schlitten wurden früher Heu und Holz vom Berg ins Tal transportiert. Einige dieser traditionellen “Schalenggen“ waren auch dieses Jahr dabei.

dpa

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